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Der Wert ist ungültig.
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WIND LINE

WIND LINE
Schwarzwaldstr. 21
79539 Lörrach

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WIND LINE mit Sitz in Schwarzwaldstr. 21, 79539 Lörrach, gehört zu den in Deutschland aktiven Stromanbietern. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur Adresse und weitere Angaben zum Unternehmen.

Dieser Anbieter wurde von unseren Kunden mit 1,7 von 5 Sternen bewertet. 34 % der Kunden, die sich für einen Stromtarif von WIND LINE entschieden haben, würden den Anbieter erneut wählen.

WIND LINE

WIND LINE ist kein klassisches Stadtwerk und auch kein großer Massenanbieter, sondern ein kleiner, inhabergeführter Stromanbieter mit starkem Fokus auf Wind- und Wasserkraft. Das Unternehmen tritt deutlich unabhängiger und schlanker auf als viele bekannte Vergleichsportal-Marken. Genau darin liegt der Reiz. Genau darin liegt aber auch das Risiko, weil kleine Anbieter oft nicht dieselbe Transparenz und Prozesssauberkeit liefern wie größere Marktteilnehmer.

Stammdaten

Anbietername: WIND LINE

Inhaber / Eigentümer: Markus A. Henrich

Unternehmensform laut geprüften offiziellen Quellen: inhabergeführtes Unternehmen; eine GmbH oder AG ist in den geprüften offiziellen WIND-LINE-Quellen nicht ausgewiesen

Anschrift: Schwarzwaldstr. 21, 79539 Lörrach

Telefon: 07621 5789833

E-Mail: anfragen@wind-line.de

Kundenservice E-Mail: kundenservice@wind-line.de

Steuernummer: 11397-12253

Marktauftritt laut Selbstdarstellung: seit 2005

Öffentliche Positionierung: Strom aus Wind- oder Wasserkraftwerken

Überblick

WIND LINE wirkt wie ein kleiner unabhängiger Nischenanbieter und nicht wie ein durchgestylter Mainstream-Versorger. Öffentlich betont das Unternehmen seit Jahren vor allem CO2-freien Strom sowie die Belieferung kleiner und mittlerer Unternehmen. Gleichzeitig gibt es aktuelle Verbraucherunterlagen wie ein Widerrufsformular, was zeigt, dass auch Privatkunden zumindest Teil des Geschäftsmodells sind.

Das ist grundsätzlich interessant, weil kleine Anbieter oft näher an ihrer eigentlichen Produktidee arbeiten. Der Nachteil ist aber brutal simpel: Die öffentliche Außendarstellung ist deutlich dünner und weniger sauber strukturiert als bei größeren Versorgern. Wer hier abschließt, sollte deutlich genauer hinschauen und nicht blind auf die Öko-Erzählung vertrauen.

Tarifstruktur

Die Tarifstruktur wirkt eher schlank als modern ausdifferenziert. Öffentlich sichtbar ist vor allem das Grundversprechen von Strom aus Wind- oder Wasserkraft. Zusätzlich nennt die offizielle Seite einen Preisnachlass für Kunden, die den Strom nachweislich für Wärmestrom oder für den Ladestrom eines Elektroautos nutzen. Das ist sinnvoll, aber noch lange keine sauber ausgearbeitete Tarifwelt.

Genau hier liegt ein Schwachpunkt. Es gibt keine besonders klar aufbereitete, moderne Tarifarchitektur mit sauber erklärten Produktlinien, wie man sie heute von stärker digitalisierten Anbietern kennt. Das wirkt eher wie ein kleiner Spezialanbieter mit direktem Vertrieb als wie ein breit strukturierter Stromanbieter mit durchoptimierter Produktlogik.

Ökostrom-Ausrichtung

Die Ökostrom-Ausrichtung ist klarer Kern der Marke. WIND LINE wirbt seit langem mit Strom aus Wind- und Wasserkraftwerken und bezeichnet den Strom öffentlich als CO2-frei. Ältere offizielle Unterlagen sprechen sogar davon, dass der angebotene Strom zu mehr als 98 Prozent in Wind- und Wasserkraftwerken erzeugt werde und insgesamt als 100 Prozent Ökostrom zu verstehen sei.

Der Haken ist jedoch wichtig: Die aktuell öffentlich auffindbare Strommix-Veröffentlichung für 2023 zeigt ein anderes Bild als die einfache Werbeerzählung. Dort werden 52,5 Prozent EEG-vergüteter Wind- und Wasserstrom, 46,5 Prozent importierter Ökostrom und 1 Prozent Mix aus Kohle, Atom und ähnlichen Quellen ausgewiesen. Das ist kein Totalschaden, aber es zeigt klar, dass die öffentliche Produktkommunikation deutlich simpler klingt als die veröffentlichte Stromkennzeichnung.

Stromangebote

WIND LINE bietet erkennbar Strom für kleine und mittlere Unternehmen an und hat zugleich Unterlagen, die auch auf Privatkundengeschäft hindeuten. Inhaltlich steht nicht eine riesige Auswahl an Sonderprodukten im Vordergrund, sondern das Grundangebot eines ökologisch positionierten Stromtarifs. Ergänzend gibt es laut offizieller Seite einen Preisnachlass für nachweislichen Einsatz bei Wärmestrom oder E-Mobilität.

Das ist weder spektakulär noch schlecht. Es ist einfach ein eher einfaches Angebot. Wer einen Anbieter mit dutzenden Varianten, dynamischen Tarifen, Wärmepumpenlogik, Smart-Meter-Modellen und fein ausdifferenzierten Laufzeitwelten sucht, ist hier falsch. Wer einen kleinen Ökostrom-Nischenanbieter sucht, findet hier eher so ein Profil.

Regionale Rolle

Regional ist WIND LINE in Lörrach verankert. Eine klassische regionale Rolle wie bei Stadtwerken oder kommunalen Versorgern spielt der Anbieter aber nicht. Dafür fehlt die kommunale Struktur, die lokale Grundversorgerfunktion und die typische Vor-Ort-Systematik eines Regionalversorgers.

WIND LINE ist deshalb eher ein kleiner unabhängiger Anbieter mit Sitz in Lörrach als ein regionaler Versorger im klassischen Sinn. Das muss man sauber trennen. Wer echte Regionalversorgung sucht, ist hier falsch. Wer einen kleinen unabhängigen Stromanbieter sucht, kann den Anbieter prüfen.

Was positiv auffällt

Positiv fällt zuerst die klare Spezialisierung auf Wind- und Wasserkraft auf. Die Marke versucht nicht, alles gleichzeitig zu sein. Dazu kommt der direkte, inhabergeführte Charakter. Das wirkt deutlich weniger nach Tarifmaschine als bei vielen großen Marken. Auch der seit 2005 kommunizierte Marktauftritt spricht dafür, dass es sich nicht um ein kurzfristiges Fantasieprodukt handelt.

Außerdem ist positiv, dass es überhaupt eine erkennbare ökologische Linie gibt und dass Wärmestrom- beziehungsweise E-Mobilitätsnutzung ausdrücklich berücksichtigt wird. Für Kunden, die keinen anonymen Massenanbieter wollen, kann genau diese kleine, direkte Struktur attraktiv sein.

Was man kritisch prüfen sollte

Der erste kritische Punkt ist die Transparenz. Die öffentliche Außendarstellung ist vergleichsweise dünn, stark dokumentengetrieben und nicht besonders modern aufbereitet. Für einen Stromanbieter ist das kein Weltuntergang, aber eben auch kein Qualitätsmerkmal. Wer hier abschließt, sollte Vertragsunterlagen, Kündigungsfristen, Preisänderungsregeln und Produktdetails deutlich gründlicher prüfen als bei sauber dokumentierten Marktführern.

Der zweite kritische Punkt ist die Ökostrom-Kommunikation. Die Marke klingt nach reinem Wind- oder Wasserstrom. Die veröffentlichte Stromkennzeichnung 2023 ist aber differenzierter und nicht identisch mit dieser einfachen Erzählung. Genau das sollte man nicht wegreden. Wer maximale Klarheit über Herkunft und Produktlogik will, muss hier genauer lesen.

Der dritte Punkt betrifft die Vertragsmechanik. In den öffentlich auffindbaren AGB ist geregelt, dass der Vertrag erst durch schriftliche Bestätigung zustande kommt und Preisänderungen schriftlich oder per Veröffentlichung im Internet beziehungsweise per E-Mail mitgeteilt werden können. Ältere öffentlich auffindbare AGB nennen zudem, falls nichts anderes vereinbart ist, eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Monatsende. Das ist nicht automatisch schlecht, aber eben etwas, das man nicht überlesen sollte.

Fazit

WIND LINE ist ein kleiner, inhabergeführter Ökostrom-Nischenanbieter mit klarer Wind- und Wasserkraft-Positionierung. Das ist interessanter als austauschbarer Tarifmüll, aber eben auch nicht dieselbe Liga bei Transparenz, Produktaufbereitung und öffentlicher Dokumentation wie bei größeren Marktteilnehmern.

Unterm Strich kann WIND LINE für Kunden interessant sein, die bewusst einen kleineren unabhängigen Anbieter wollen. Wer dagegen maximale Transparenz, sehr sauber strukturierte Tarifmodelle und eine glasklar aufgearbeitete Produktwelt erwartet, sollte besonders kritisch prüfen. Die Grundidee ist ordentlich. Die öffentliche Aufbereitung ist eher rau als stark.

Stand: 02.04.2026

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