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ÜZ Mainfranken eG
Schallfelder Straße 11
97511 Lülsfeld
ÜZ Mainfranken eG mit Sitz in Schallfelder Straße 11, 97511 Lülsfeld, gehört zu den in Deutschland aktiven Stromanbietern. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur Adresse und weitere Angaben zum Unternehmen.
Anbieter: ÜZ Mainfranken eG
Rechtsform: eingetragene Genossenschaft
Sitz: Lülsfeld
Adresse: Schallfelder Straße 11, 97511 Lülsfeld
Telefon: 09382 604-0
Fax: 09382 604-104
E-Mail: uez@uez.de
Genossenschaftsregister: 0096
Registergericht: Amtsgericht Schweinfurt
USt-IdNr.: DE133900208
Vorstandsvorsitzender: Gerd Düll
Geschäftsführender Vorstand: Jürgen Kriegbaum
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender: Matthias Schneider
Weitere Vorstände: Erwin Feser, Sebastian Hauck, Gabriele Jakob
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Burkhard Wächter
Gründung: 05.01.1910
Unternehmensform: regional verankerte Energiegenossenschaft
Rolle im Strommarkt: Stromlieferant, Netzbetreiber und grundzuständiger Messstellenbetreiber im eigenen Netzgebiet
Versorgungsgebiet: 44 Kommunen
Regionale Reichweite laut Genossenschaftsangaben: 143 Ortsteile in den Landkreisen Schweinfurt, Kitzingen, Main-Spessart, Haßberge und Würzburg
Die ÜZ Mainfranken eG ist kein beliebiger Stromverkäufer mit regionaler Folklore, sondern eine alte Energiegenossenschaft mit echter Infrastruktur. Das Unternehmen ist seit 1910 in der Region verankert, betreibt ein eigenes Stromnetz und verbindet Stromvertrieb, Netzbetrieb und Messwesen unter einem Dach. Das ist deutlich mehr Substanz als bei vielen anonymen Tarifbuden.
Genau darin liegt der Unterschied: Hier wird nicht nur Strom vermarktet, hier wird Versorgung organisiert. Wer nur auf Werbeslogans schaut, übersieht den operativen Unterbau.
Die Tarifstruktur ist breiter und sinnvoller aufgebaut, als man es bei vielen Regionalversorgern sieht. Für Haushalte gibt es mit ÜZ-Natur einen klassischen Naturstromtarif mit Preisgarantie bis zum Jahresende und mit ÜZ-Natur vario eine börsenorientierte Variante mit Preisgarantie bis zum Quartalsende.
Zusätzlich gibt es eine gesetzliche Grund- und Ersatzversorgung. Die Ersatzversorgung greift bei Ausfall des bisherigen Lieferanten, läuft maximal drei Monate und geht danach automatisch in die Grundversorgung über, wenn in der Zwischenzeit kein anderer Vertrag geschlossen wird.
Für besondere Verbrauchssituationen existieren eigene Produktlinien. Dazu zählen ÜZ-Wärme für Bestandsanlagen, ÜZ-Smart für Wärmepumpen und Wallboxen mit Inbetriebnahme ab 01.01.2024 sowie ÜZ-Mobil für ältere Wallbox-Bestandsanlagen. Das ist tariflich sauber getrennt und kein zusammengeschusterter Einheitsbrei.
Die Ökostrom-Ausrichtung ist klar vorhanden, aber man muss präzise bleiben. ÜZ-Natur wird ausdrücklich als 100 % zertifizierter Naturstrom aus Wasserkraft für Zuhause beschrieben. ÜZ-Wärme kann optional mit 100 % Naturstrom aus Wasserkraftwerken aus den Alpen kombiniert werden. Für ÜZ-Mobil wird Naturstrom aus Wasserkraft für die Wallbox beworben.
Dazu kommt mit dem Regionalwerk Haßberge ein regionales Produkt mit 100 % Ökostrom aus eigenen PV- und Windparks. Das ist kein leeres Etikett, sondern ein klar benanntes Regionalstromprodukt.
Wichtig ist aber die saubere Trennung: Dass einzelne Tarife klar als Natur- oder Ökostromprodukte vermarktet werden, heißt nicht automatisch, dass jeder Tarif des Hauses identisch einzuordnen ist. Gleichzeitig verweist die ÜZ darauf, dass seit 2016 im eigenen Netzgebiet 100 % des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Netzgebiet, Produktmix und Vertragsprodukt sind aber nicht dasselbe. Wer das vermischt, erzählt Unsinn.
Zu den erkennbaren Stromangeboten gehören ÜZ-Natur, ÜZ-Natur vario, die Grundversorgung, die Ersatzversorgung, ÜZ-Wärme, ÜZ-Wärme mit optionalem Naturstrom, ÜZ-Smart, ÜZ-Mobil sowie der Regionalstromtarif des Regionalwerks Haßberge im ÜZ-Netzgebiet.
ÜZ-Natur ist das stabile Standardprodukt für umwelt- und preisbewusste Kunden. ÜZ-Natur vario ist die flexiblere Variante mit stärkerer Marktnähe und damit auch mehr Schwankungslogik. ÜZ-Wärme und ÜZ-Mobil richten sich vor allem an Bestandsanlagen. ÜZ-Smart ist die aktuellere Produktlogik für neue steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen und Wallboxen.
Außerdem beliefert die ÜZ nach eigener Aussage auch Verbrauchsstellen in angrenzenden Netzgebieten auf Angebotsbasis. Das erweitert den Aktionsradius, ohne den regionalen Kern aufzugeben.
Regional ist die ÜZ Mainfranken eG kein Nebendarsteller, sondern ein echter Strukturakteur. Das Netzgebiet umfasst laut Unternehmen aktuell 44 Kommunen. Die Genossenschaft selbst spricht von einer Stromversorgung in 143 Ortsteilen in mehreren mainfränkischen Landkreisen.
Hinzu kommt der genossenschaftliche Hintergrund. Das Unternehmen ist nicht bloß kommunal angehaucht, sondern historisch aus der Region heraus entstanden. Diese Verwurzelung ist kein sentimentaler Nebensatz, sondern erklärt, warum die ÜZ bei Netzen, Energiewende, regionalen Erzeugungsprojekten und Versorgungssicherheit sichtbar mitmischt.
Positiv fällt zuerst die echte Substanz auf. Die ÜZ ist Genossenschaft, Netzbetreiber und Lieferant zugleich. Das ist schwerer, aber auch belastbarer als bloße Stromvermarktung ohne Infrastruktur.
Stark ist außerdem die Produktdifferenzierung. Es gibt einen stabilen Naturstromtarif, eine flexiblere marktorientierte Variante, regionale Ökostromangebote und getrennte Lösungen für Bestands- und Neuanlagen bei Wärmepumpe und Wallbox. Das ist sinnvoll aufgebaut statt künstlich aufgeblasen.
Auch die grüne Ausrichtung ist nicht völlig hohl. 100 % zertifizierter Naturstrom, Regionalstrom aus PV- und Windparks sowie eigene Beteiligungen an Erneuerbaren-Projekten zeigen, dass hier mehr läuft als bloßes Greenwashing.
Der größte Fehler wäre, ÜZ-Natur vario als bequemes Sparwunder misszuverstehen. Der Tarif ist börsenorientiert. Das kann gut laufen, wenn Marktpreise sinken. Es kann aber auch nach hinten losgehen, wenn sie steigen. Wer Schwankungen nicht aushält, sollte so einen Tarif nicht blind abschließen.
Ebenso kritisch sind die Spezialtarife rund um Wärmepumpe und Wallbox. Bei ÜZ-Wärme und ÜZ-Mobil gelten Altanlagenregeln, während ÜZ-Smart für neuere steuerbare Verbrauchseinrichtungen gedacht ist. Wer hier technische Voraussetzungen, Messkonzepte und Inbetriebnahmedatum nicht sauber prüft, baut sich seinen eigenen Tariffehler.
Auch die Grundversorgung sollte niemand romantisieren. Sie ist ein Sicherheitsnetz, aber nicht der Tarif, in dem man aus Bequemlichkeit hängen bleiben sollte. Die ÜZ selbst weist darauf hin, dass weniger als 1 % der Kunden in diesem teuren Pflichttarif sind. Das sagt genug.
Die ÜZ Mainfranken eG ist ein ernstzunehmender regionaler Stromanbieter mit echter Infrastruktur, langer Geschichte und einer für einen Regionalversorger erstaunlich sauberen Tarifarchitektur. Das Unternehmen wirkt nicht wie eine leere Vertriebshülle, sondern wie ein Versorger mit Rückgrat.
Besonders stark sind die genossenschaftliche Verankerung, das breite Netzgebiet, die klare Trennung der Tarifwelten und die nachvollziehbare Ökostrom-Strategie. Schwach wird das Angebot nur dann, wenn Kunden schlampig vergleichen und die Unterschiede zwischen stabilen, flexiblen und technischen Spezialtarifen ignorieren.
Unterm Strich ist das kein Müllanbieter mit Regionaletikett, sondern ein brauchbarer Versorger mit echter regionaler Relevanz. Gut wird er aber nur für den, der den passenden Tarif wählt und nicht blind irgendeinen Produktnamen anklickt.
Stand: 05.04.2026
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