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Der Wert ist ungültig.
Der Wert ist ungültig.

Stadtwerke Wolfhagen GmbH

Stadtwerke Wolfhagen GmbH
Siemensstraße 10
34466 Wolfhagen

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Stadtwerke Wolfhagen GmbH mit Sitz in Siemensstraße 10, 34466 Wolfhagen, gehört zu den in Deutschland aktiven Stromanbietern. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur Adresse und weitere Angaben zum Unternehmen.

Stadtwerke Wolfhagen GmbH

Die Stadtwerke Wolfhagen GmbH ist ein regionaler Energieversorger mit kommunalem und zugleich bürgernah-genossenschaftlichem Hintergrund. Das Unternehmen ist kein gesichtsloser Stromverkäufer, sondern in der Region tief verankert und zugleich selbst Stromproduzent. Genau das macht den Anbieter interessanter als viele austauschbare Tarifmarken.

Stammdaten

Anbietername: Stadtwerke Wolfhagen GmbH

Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Anschrift: Siemensstraße 10, 34466 Wolfhagen

Sitz der Gesellschaft: Wolfhagen

Registergericht: Amtsgericht Kassel

Handelsregisternummer: HRB 12182

USt-IdNr.: DE212520823

Steuernummer: 26 245 01075

Geschäftsführerin: Dipl.-Wirtsch.-Ing. Christina Holzhauer

Geschäftsführer: Alexander Rohrssen

Aufsichtsratsvorsitzender: Dr. Dirk Scharrer, Bürgermeister

Telefon: 05692 / 99634-0

Telefax: 05692 / 99634-19

E-Mail allgemein: info@stadtwerke-wolfhagen.de

E-Mail Kundenservice: kundenservice@stadtwerke-wolfhagen.de

WhatsApp-Service: 05692 / 99 634 99

Servicecenter: Siemensstraße 10, 34466 Wolfhagen

Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag: 08:00 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 16:30 Uhr

Öffnungszeiten Freitag: 08:00 bis 12:30 Uhr

Gründung als GmbH: 2001

Mitarbeitende laut Unternehmensdarstellung: 20

Eigentümerstruktur laut Unternehmensdarstellung: Stadt Wolfhagen 60,31 %

Eigentümerstruktur laut Unternehmensdarstellung: BürgerEnergieGenossenschaft Wolfhagen eG 39,69 %

Überblick

Die Stadtwerke Wolfhagen sind kein gewöhnlicher Regionalversorger, der nur Netzstrom einkauft und weiterverkauft. Das Unternehmen tritt zugleich als Stromproduzent mit eigenem Windpark und eigenem Solarpark auf. Das ist ein echter Unterschied zu vielen Stadtwerken, die zwar regional auftreten, bei der Erzeugung aber kaum eigene Substanz haben.

Für Kunden ist das grundsätzlich stark. Die Stadtwerke verbinden regionale Versorgung, Bürgerbeteiligung und erneuerbare Erzeugung sichtbar miteinander. Gleichzeitig darf man auch hier nicht in die typische Stadtwerke-Romantik verfallen. Ein sympathischer Regionalanbieter ist nicht automatisch der beste Tarif. Entscheidend bleiben Tariflogik, Laufzeit, Preisgarantie und die Passung zum eigenen Verbrauch.

Tarifstruktur

Die Tarifstruktur ist breiter als bei vielen kleineren Regionalversorgern. Öffentlich sichtbar sind der Standardtarif SWW-Strom, der länger abgesicherte Tarif SWW-Strom fix 27, der flexiblere Online-Tarif SWW-Strom easyQ, ein dynamischer Stromtarif unter dem Namen SWW-Strom smart, ein spezieller Heizstromtarif für Nachtspeicherheizung und Wärmepumpe sowie die Grund- und Ersatzversorgung.

Das ist ordentlich, weil unterschiedliche Kundentypen nicht in ein einziges Produkt gedrückt werden. Wer eher Sicherheit will, findet eher die klassischen Modelle. Wer Flexibilität und Marktnähe sucht, bekommt easyQ oder den dynamischen Tarif. Wer elektrische Heiztechnik nutzt, bekommt einen eigenen Heizstromtarif. Genau so sollte eine vernünftige Tarifstruktur aussehen.

Ökostrom-Ausrichtung

Die Ökostrom-Ausrichtung ist bei den Stadtwerken Wolfhagen kein dekoratives Beiwerk, sondern Kern des Geschäftsmodells. Das Unternehmen kommuniziert seit Jahren, dass Haushaltskunden ausschließlich ökologisch erzeugten Strom erhalten. Zusätzlich wird der Strom mit dem Label Ökostrom RE und mit Herkunftsnachweisen des Umweltbundesamts unterlegt.

Das ist deutlich stärker als das übliche Greenwashing vieler Anbieter. Hinzu kommt, dass die Stadtwerke einen Teil der Erzeugung direkt aus eigenen regionalen Anlagen beziehen. Das macht die Ökostrom-Erzählung glaubwürdiger, weil sie nicht nur aus Zertifikaten, sondern auch aus realer regionaler Erzeugung besteht.

Stromangebote

Im Strombereich decken die Stadtwerke Wolfhagen mehrere sinnvolle Bedarfslagen ab. Es gibt einen klassischen Haushaltsstromtarif, einen länger laufenden Tarif mit verlängerter Preissicherheit, einen flexibleren Tarif mit quartalsweiser Preislogik, einen dynamischen Tarif mit Börsenbezug und einen Heizstromtarif für Wärmepumpe oder Nachtspeicher. Dazu kommt die gesetzliche Grund- und Ersatzversorgung.

Das Angebot ist damit deutlich brauchbarer als bloße Standardware. Besonders auffällig ist, dass die Stadtwerke nicht nur Sicherheit verkaufen, sondern auch moderne Modelle wie easyQ und SWW-Strom smart anbieten. Das zeigt, dass das Unternehmen nicht völlig stehen geblieben ist. Der Nachteil ist aber ebenso klar: Je mehr Produktlogiken es gibt, desto eher wählen Kunden den falschen Tarif, wenn sie nicht sauber prüfen.

Regionale Rolle

Regionalität ist bei den Stadtwerken Wolfhagen nicht bloß Werbesprache. Das Unternehmen ist im Wolfhager Land verankert, gehört mehrheitlich der Stadt Wolfhagen und zu einem großen Teil einer BürgerEnergieGenossenschaft. So etwas ist im deutschen Energiemarkt immer noch eher Ausnahme als Standard. Die Region profitiert dadurch nicht nur von Versorgung, sondern auch von regionaler Wertschöpfung und Beteiligung.

Zusätzlich betreiben die Stadtwerke eigene erneuerbare Projekte vor Ort. Wolfhagen hat damit das politische Ziel umgesetzt, die Strommenge, die die Stadt in einem Jahr benötigt, im gleichen Zeitraum erneuerbar vor Ort zu erzeugen. Das ist keine austauschbare Regionalgeschichte, sondern ein handfester Teil des Unternehmensprofils.

Was positiv auffällt

Positiv fällt zuerst die Kombination aus regionaler Verwurzelung und echter Erzeugung auf. Eigener Windpark, eigener Solarpark und Bürgerbeteiligung sind mehr wert als das übliche Stadtwerke-Gerede über Nähe. Dazu kommt die klare Ökostrom-Ausrichtung für Haushaltskunden. Das ist substanziell und nicht bloß hübsch formuliert.

Ebenfalls positiv ist die Tarifbreite. Neben klassischen Modellen gibt es mit easyQ und SWW-Strom smart auch Angebote für Kunden, die flexibler oder marktnäher unterwegs sein wollen. Für Heizstromkunden existiert zusätzlich ein eigenes Produkt. Das wirkt insgesamt deutlich moderner als bei vielen kleineren Regionalversorgern, die nur Standardtarif plus Grundversorgung im Schaufenster haben.

Was man kritisch prüfen sollte

Der erste kritische Punkt ist der dynamische Tarif SWW-Strom smart. Der kann sinnvoll sein, aber nur für Haushalte, die wirklich flexibel sind. Laut Stadtwerke Wolfhagen ist ein intelligentes Messsystem zwingende Voraussetzung, der Verbrauch wird im 15-Minuten-Takt erfasst und hohe Spotmarktpreise werden genauso direkt weitergegeben wie niedrige. Wer seinen Verbrauch nicht aktiv steuern kann, sollte davon lieber die Finger lassen.

Der zweite Punkt ist SWW-Strom easyQ. Der Tarif klingt attraktiv, weil er Chancen niedriger Börsenpreise nutzen will, ohne sofort voll ins Risiko zu gehen. Gleichzeitig ist die Preissicherheit dort nur quartalsweise angelegt. Danach kann sich der Strompreis je nach Marktentwicklung ändern. Das ist nichts für Leute, die Planungssicherheit mit einem starren Festpreis verwechseln.

Der dritte Punkt betrifft die Grundversorgung. Die Stadtwerke sagen selbst offen, dass Grund- und Ersatzversorgung einen Sicherungsauftrag haben, Strom auf kurzfristiger Basis aber teuer ist. Genau deshalb sollte niemand freiwillig in der Grundversorgung hängenbleiben, nur weil es bequem ist. Das ist fast nie die clevere Lösung.

Und noch ein Punkt: Auch bei den klassischen Tarifen gibt es zwar weitgehende Preisgarantien, aber Ausnahmen bleiben möglich, insbesondere bei Steuererhöhungen oder neuen staatlichen Belastungen. Wer bei Preisgarantie automatisch an absolute Preisruhe denkt, hat das Produkt nicht sauber gelesen.

Fazit

Die Stadtwerke Wolfhagen GmbH ist ein ernstzunehmender regionaler Stromanbieter mit echter Substanz. Die Kombination aus kommunaler Verankerung, Bürgerbeteiligung, eigener erneuerbarer Erzeugung und ordentlicher Tarifbreite macht den Anbieter deutlich interessanter als anonymer Stromanbieter-Schrott.

Der Haken liegt wie immer im Detail. Der dynamische Tarif ist nur für passende Haushalte sinnvoll, easyQ verlangt ein anderes Risikoverständnis als ein klassischer Festpreis-Tarif, und die Grundversorgung bleibt eine Notlösung statt eine Komfortwahl. Unterm Strich: starkes Regionalprofil, saubere Ökostrom-Ausrichtung und mehr Substanz als bei vielen Wettbewerbern. Blind abschließen sollte man trotzdem nicht.

Stand: 02.04.2026

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