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SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG
Bayenthalgürtel 9
50968 Köln
SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG mit Sitz in Bayenthalgürtel 9, 50968 Köln, gehört zu den in Deutschland aktiven Stromanbietern. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur Adresse und weitere Angaben zum Unternehmen.
Dieser Anbieter wurde von unseren Kunden mit 4,2 von 5 Sternen bewertet. 84 % der Kunden, die sich für einen Stromtarif von SE SAUBER ENERGIE entschieden haben, würden den Anbieter erneut wählen.
SE SAUBER ENERGIE ist kein klassisches einzelnes Stadtwerk, sondern ein bundesweit auftretender Ökoenergieanbieter mit Wurzeln im Stadtwerke-Umfeld. Das Unternehmen verkauft Strom nicht über regionale Nahversorgung im engen Sinn, sondern als überregionalen Tarifanbieter mit klarer Nachhaltigkeitspositionierung. Genau das ist der Kern des Modells: kein lokaler Grundversorger, sondern ein spezialisierter Anbieter für Ökostrom mit zusätzlichem Klima- und Waldschutzanspruch.
Anbietername: SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG
Rechtsform: GmbH & Co. KG
Anschrift: Bayenthalgürtel 9, 50968 Köln
Sitz: Köln
Registergericht: Amtsgericht Köln
Handelsregisternummer: HRA 15093
Persönlich haftende Gesellschafterin: SE SAUBER ENERGIE Verwaltungs-GmbH, Köln
Handelsregister der Komplementär-GmbH: Amtsgericht Köln, HRB 33220
Geschäftsführerin der Komplementär-GmbH: Nina Zimmer
USt-IdNr.: DE 209866159
DVGW-Code: 9800131300001
E-Mail allgemein: info@sauberenergie.de
Kundenservice Telefon: 0800 - 11 22 999
Kundenservice E-Mail: kundenservice@sauberenergie.de
Kundenservice Postanschrift: Postfach 1809, 53708 Siegburg
Servicezeiten: Montag bis Freitag von 7:30 bis 18:00 Uhr
Kundenportal: online verfügbar
Gründungsjahr: 2010
Gründungsmodell: Stadtwerke-Verbund von sechs regionalen Energieversorgern
SAUBER ENERGIE ist im Strommarkt klar als Ökoanbieter positioniert. Der Fokus liegt nicht nur auf dem Stromverkauf selbst, sondern auf einer Kombination aus Ökostrom, Energiewende-Förderung und Waldschutz. Das ist mehr als das übliche grüne Etikett vieler Anbieter. Gleichzeitig darf man sich davon nicht einlullen lassen: Auch ein sauber klingender Anbieter muss am Ende über Tariflogik, Vertragsbedingungen und technische Passung bewertet werden.
Positiv ist, dass das Unternehmen seine Linie relativ klar hält. Es redet nicht von allem ein bisschen, sondern verbindet Stromprodukte sichtbar mit Wasserkraft, Grüner-Strom-Label, Energiewende-Projekten und Schutzwald. Das ergibt ein schlüssigeres Bild als bei vielen Tarifmarken, die Nachhaltigkeit nur als Deko verwenden.
Die Tarifstruktur ist ordentlich und für unterschiedliche Kundentypen brauchbar gegliedert. Sichtbar beworben werden unter anderem Wasser&Wald mit flexibler Laufzeit, Natur&Wald mit 12 Monaten Laufzeit, Waldbonus mit 6 Monaten Laufzeit, ein spezieller Wärmestromtarif für Wärmepumpen sowie ein dynamischer Stromtarif. Damit deckt der Anbieter sowohl klassische Haushalte als auch speziellere Nutzungsprofile ab.
Das ist grundsätzlich stark, weil eben nicht jeder Kunde in denselben Einheitsvertrag gezwängt wird. Der Haken ist aber offensichtlich: Je mehr Tariflogiken im Spiel sind, desto wichtiger wird die Auswahl. Ein flexibler Tarif ist nicht automatisch besser. Ein Wärmestromtarif ist nicht automatisch passend. Und ein dynamischer Tarif ist nur dann sinnvoll, wenn man seine Lasten wirklich verschieben kann.
Die Ökostrom-Ausrichtung ist bei SAUBER ENERGIE klarer als bei vielen Wettbewerbern. Auf den Stromseiten wird mit 100 Prozent Wasserkraft gearbeitet, beim dynamischen Tarif wird ausdrücklich von zertifizierter Wasserkraft gesprochen, und über das Grüner Strom Label fließen laut Anbieter bis zu 0,5 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde in Energiewende-Projekte. Dazu kommt der Schutz deutscher Waldflächen über das eigene Waldkonzept.
Das ist substanzieller als bloßes Greenwashing. Trotzdem sollte man sauber bleiben: Man kauft keinen guten Tarif nur wegen eines schönen Naturbilds oder eines Waldversprechens. Entscheidend bleibt, welcher konkrete Tarif abgeschlossen wird und welche Vertragslogik dahintersteht. Immerhin ist die ökologische Positionierung hier nicht bloß Fassade, sondern sichtbar in Produktstruktur und Fördermechanik eingebaut.
Im Strombereich bietet SAUBER ENERGIE mehrere klar unterscheidbare Produkte an. Neben den normalen Haushaltsstromtarifen gibt es einen Wärmestromtarif für Wärmepumpen und einen dynamischen Tarif mit stündlich variabler Preislogik. Der Wärmestrom setzt laut Anbieter im Regelfall auf einen separaten zweiten Zähler. Der dynamische Tarif verlangt ein intelligentes Messsystem und richtet sich damit eher an technisch passend ausgestattete Haushalte.
Das Angebot ist damit breiter als bei vielen kleineren Ökostromanbietern, die nur einen Standardtarif und etwas grüne Rhetorik liefern. Gleichzeitig ist diese Breite kein Selbstzweck. Wer ein ungeeignetes Messkonzept hat oder seinen Verbrauch nicht aktiv steuern kann, profitiert von Spezialtarifen oft deutlich weniger als gedacht.
Regional spielt SAUBER ENERGIE keine klassische Rolle wie ein kommunales Stadtwerk vor Ort. Der Anbieter vertreibt seine Stromprodukte deutschlandweit und ist damit eher ein überregionaler Spezialanbieter als ein lokaler Versorger. Wer echte Filialnähe, kommunale Trägerschaft vor Ort oder die typische Stadtwerke-Logik sucht, bekommt hier dieses Profil nicht direkt.
Gleichzeitig ist die Herkunft nicht beliebig. SAUBER ENERGIE wurde von sechs regionalen Energieversorgern gegründet und trägt damit erkennbar Stadtwerke-DNA im Hintergrund. Das ist ein sinnvoller Mittelweg: überregional im Vertrieb, aber nicht völlig losgelöst von regionalen Versorgerstrukturen.
Positiv fällt zuerst die klare Produktidee auf. Ökostrom, Waldschutz und Energiewende-Förderung greifen sauber ineinander. Dazu kommt eine brauchbare Tarifbreite von flexibel bis dynamisch sowie ein gesonderter Wärmestromtarif. Das ist deutlich besser als der übliche Einheitsbrei vieler Anbieter, die nur einen Tarif durch den Rechner jagen.
Ebenfalls positiv ist die sichtbare Förderlogik. SAUBER ENERGIE koppelt den Stromverkauf nicht nur an Herkunft, sondern auch an konkrete Investitionen in Energiewende-Projekte und an Waldschutz. Dazu kommen Kundenförderprogramme für Geräte, Balkonkraftwerke, Solaranlagen, Wallboxen und ähnliche Anschaffungen. Das schafft mehr Substanz als reine Werbesprache.
Der erste kritische Punkt ist die eingeschränkte Preisgarantie. Die Website nennt bei mehreren Tarifen klar eine Preisgarantie, verweist aber zugleich auf die AGB. Dort steht ausdrücklich, dass die Garantie nicht alle Preisbestandteile umfasst. Steuern, Umlagen und Abgaben können also weiterhin variabel sein. Wer beim Wort Preisgarantie automatisch an totale Preissicherheit denkt, prüft schlampig.
Der zweite Punkt ist der dynamische Tarif. Der verlangt ein intelligentes Messsystem und lebt davon, dass der Verbrauch in günstigere Stunden verschoben wird. Wer das technisch oder praktisch nicht leisten kann, kauft sich schnell eher Schwankung als Vorteil ein. Moderne Begriffe ersetzen keine Wirtschaftlichkeit.
Der dritte Punkt betrifft den Wärmestrom. Laut Anbieter wird der zusätzliche Verbrauch der Wärmepumpe im Regelfall über einen separaten zweiten Zähler erfasst. Das ist sinnvoll, aber eben nicht für jede bestehende Installation trivial. Man muss also vorher sauber prüfen, welches Messkonzept überhaupt vorhanden ist.
Und zuletzt sollte man die AGB nicht ignorieren. Dort ist geregelt, dass flexible Tarife jederzeit mit einem Monat Frist kündbar sind, Verträge mit 1, 6, 12 oder 24 Monaten Erstlaufzeit ebenfalls eine einmonatige Kündigungsfrist zum Laufzeitende haben und Preisänderungen grundsätzlich mit textlicher Vorankündigung erfolgen. Wer so etwas nicht liest, vergleicht nicht ernsthaft.
SE SAUBER ENERGIE ist ein ernstzunehmender bundesweiter Ökostromanbieter mit klarer Nachhaltigkeitslinie, sinnvoller Tarifbreite und belastbarer Ökostrom-Positionierung. Der Anbieter wirkt deutlich substanzieller als viele grüne Tariffassaden, weil Herkunft, Label, Förderlogik und Waldschutz sichtbar miteinander verbunden sind. Für Haushalte, die bewusst einen ökologisch profilierten Anbieter suchen, ist das relevant.
Der Haken liegt nicht in der Grundidee, sondern in der Auswahl des passenden Produkts. Flexible, feste, wärmebezogene und dynamische Tarife verlangen unterschiedliche Voraussetzungen. Wer nur auf das saubere Image schaut und die Vertragsmechanik ignoriert, macht denselben Fehler wie überall sonst. Unterm Strich: brauchbarer Anbieter mit klarer Linie, aber kein Anbieter zum blind Draufklicken.
Stand: 02.04.2026
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