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PROKON Regenerative Energien eG
Kirchhoffstraße 3
25524 Itzehoe
PROKON Regenerative Energien eG mit Sitz in Kirchhoffstraße 3, 25524 Itzehoe, gehört zu den in Deutschland aktiven Stromanbietern. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur Adresse und weitere Angaben zum Unternehmen.
Dieser Anbieter wurde von unseren Kunden mit 1,0 von 5 Sternen bewertet. 20 % der Kunden, die sich für einen Stromtarif von PROKON entschieden haben, würden den Anbieter erneut wählen.
PROKON Regenerative Energien eG ist kein normaler Stromhändler, sondern eine Energiegenossenschaft mit eigener Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Das ist der zentrale Unterschied. Während viele Anbieter irgendwo Strom einkaufen und ihn grün anstreichen, stellt PROKON den Ökostrom nach eigener Darstellung selbst her und verbindet Stromvertrieb mit dem Ausbau neuer Wind- und Photovoltaikprojekte. Für Verbraucher ist das erst einmal ein starkes Fundament, weil hinter dem Tarif nicht nur Vertrieb, sondern reale Erzeugung steht.
Anbietername: PROKON Regenerative Energien eG
Kurzbezeichnung: Prokon eG
Rechtsform: eingetragene Genossenschaft
Anschrift: Kirchhoffstraße 3, 25524 Itzehoe
Sitz: Itzehoe
Registergericht: Amtsgericht Pinneberg
Genossenschaftsregisternummer: GnR 142 PI
Eintragung: 24.07.2015
Vorstandsvorsitzender: Dr. Henning von Stechow
Vorständin: Katharina Beyer
Aufsichtsratsvorsitzende: Petra Wildenhain
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender: Rainer Doemen
Weitere Aufsichtsratsmitglieder: Ragnhild Ofterdinger
Weitere Aufsichtsratsmitglieder: Jochen Herterich
Weitere Aufsichtsratsmitglieder: Nikolaus Karsten
Telefon: 04821 6855-0
E-Mail: dialog@prokon.net
Geschäftszeiten Montag: 08:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 16:00 Uhr
Geschäftszeiten Dienstag: 08:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 16:00 Uhr
Geschäftszeiten Mittwoch: 08:00 bis 12:00 Uhr
Geschäftszeiten Donnerstag: 13:00 bis 18:00 Uhr
Geschäftszeiten Freitag: 08:00 bis 12:00 Uhr
USt-IdNr.: DE301229797
Steuernummer: 18/290/00804
Zuständiger Prüfungsverband nach § 54 GenG: Genoverband e. V.
PROKON ist als Anbieter deutlich interessanter als der übliche Billigtarif-Zirkus. Die Genossenschaft verbindet Stromvertrieb, Projektentwicklung und Anlagenbetrieb. Dadurch wirkt das Unternehmen eher wie ein echter Teil der Energiewende als wie ein Tarifverkäufer mit grünem Etikett. Laut eigener Darstellung gehört PROKON über 41.000 Bürgerinnen und Bürgern und zählt damit zu den größeren Energiegenossenschaften in Europa. Das ist nicht nur Marketingkulisse, sondern prägt die Positionierung sichtbar.
Für Stromkunden heißt das: Wer einen Anbieter sucht, bei dem Herkunft, Erzeugung und unternehmerische Ausrichtung halbwegs zusammenpassen, findet hier ein plausibleres Modell als bei vielen austauschbaren Discountmarken. Das heißt aber trotzdem nicht, dass jeder Tarif automatisch ideal ist. Gute Grundidee ersetzt nie die Prüfung des konkreten Vertrags.
Die Tarifstruktur ist klar und sinnvoll gegliedert. Für private Haushalte gibt es einen klassischen Windstromtarif mit Preisgarantie. Zusätzlich bietet PROKON einen dynamischen Stromtarif an, bei dem sich der Beschaffungspreis an der Börse orientiert. Für Wärmepumpen gibt es einen eigenen Tarif, und für Unternehmen existieren gesonderte Gewerbestrom-Angebote. Das ist deutlich besser als der übliche Einheitsbrei vieler Anbieter.
Gerade die Kombination aus klassischem Festpreismodell und dynamischem Tarif ist sauber, weil unterschiedliche Verbrauchstypen unterschiedlich behandelt werden. Der Nachteil ist offensichtlich: Wer nicht weiß, wie sein eigener Stromverbrauch aussieht, kann sich mit einem dynamischen Tarif genauso schnell ins Knie schießen, wie er mit einem klassischen Tarif planbare Sicherheit gewinnen kann. Die Tariflogik ist also sinnvoll, aber nicht idiotensicher.
Die Ökostrom-Ausrichtung ist bei PROKON keine Nebelkerze, sondern der Kern des Geschäftsmodells. Der Anbieter wirbt mit 100 Prozent Ökostrom aus eigenen Windparks in Deutschland und grenzt sich ausdrücklich von Greenwashing und bloßem Greenlabeling ab. Dazu kommen Zertifizierungen wie ok-power-plus und TÜV Nord. Das ist im Markt nicht belanglos, weil viele Anbieter zwar grün reden, aber den Strom weder selbst erzeugen noch nennenswert zum Ausbau neuer Erzeugung beitragen.
PROKON argumentiert zudem damit, über das Jahr mindestens so viel Strom aus eigenen Anlagen einzuspeisen, wie die Kunden verbrauchen. Das ist ein deutlich substanziellerer Ansatz als das übliche Spiel mit Herkunftsnachweisen. Wer echten Fokus auf erneuerbare Erzeugung in Deutschland legt, bekommt hier ein deutlich glaubwürdigeres Profil als bei vielen Wettbewerbern.
Im Strombereich deckt PROKON mehrere sinnvolle Segmente ab. Es gibt einen Haushaltsstromtarif, einen dynamischen Tarif für preissensible und steuerungsfähige Verbraucher, einen Wärmepumpentarif sowie Gewerbestrom-Angebote. Zusätzlich wird das Wärmepumpen-Thema nicht nur tariflich, sondern auch beratend begleitet. Das ist für Kunden praktisch, die nicht einfach nur irgendeinen Vertrag wollen, sondern eine Lösung, die zur Technik im Haus passt.
Besonders auffällig ist, dass der Strom laut Anbieter direkt aus eigenen Windparks stammt. Für den Haushaltsstrom werden konkret eigene Windparks in Deutschland genannt. Das stärkt die Nachvollziehbarkeit des Produkts. Trotzdem bleibt auch hier die Regel bestehen: Ein sauber klingendes Produkt ist nur dann gut, wenn Vertragslaufzeit, Preisgarantie, Kündigung und technische Voraussetzungen wirklich zum eigenen Fall passen.
PROKON ist kein klassisches Stadtwerk und auch kein regionaler Nischenversorger im engen Sinn. Die Genossenschaft sitzt in Itzehoe, erzeugt Strom aber über eigene Windparks in mehreren Bundesländern und vertreibt ihre Produkte nicht nur lokal. Die regionale Rolle ist deshalb zweigeteilt: organisatorisch klar in Norddeutschland verwurzelt, beim Stromangebot und bei der Erzeugung aber bundesweit aufgestellt.
Genau das ist zugleich Stärke und Besonderheit. PROKON lebt nicht von lokaler Filialromantik, sondern von Bürgerenergie, eigener Erzeugung und nationaler Reichweite. Wer einen Anbieter mit echter kommunaler Nahversorgung sucht, ist hier falsch. Wer dagegen einen bundesweit relevanten Ökostromanbieter mit genossenschaftlichem Hintergrund und echter Erzeugungsbasis sucht, findet hier ein deutlich stimmigeres Modell.
Positiv fällt zuerst auf, dass PROKON den Strom nicht nur verkauft, sondern ihn in wesentlichen Teilen selbst erzeugt. Das hebt den Anbieter klar von vielen Tarifmarken ab. Ebenfalls stark ist die klare Ökostrom-Positionierung mit eigenen Windparks in Deutschland und den Zertifizierungen. Der klassische Haushaltsstromtarif bietet zudem eine kommunizierte Preisgarantie, was für Kunden mit Wunsch nach Planbarkeit ein echter Pluspunkt ist.
Auch der dynamische Tarif ist nicht nur halbgar aufgesetzt. Er ist als Monatsprodukt angelegt, arbeitet nach einer festen Startphase mit variabler Preislogik und lässt einen Wechsel zurück in einen Standardtarif zu. Für Verbraucher mit Wärmepumpe, E-Auto oder generell gut steuerbarem Verbrauch ist das ein ernstzunehmendes Angebot und kein bloßer Trendaufkleber. Beim Wärmepumpentarif ist zusätzlich positiv, dass reduzierte Netzentgelte für steuerbare Wärmepumpen ausdrücklich aufgegriffen werden.
Der größte Prüfpunkt ist der dynamische Tarif. Der klingt modern, ist aber für viele Haushalte nur dann sinnvoll, wenn sie ihren Verbrauch tatsächlich aktiv verschieben können. PROKON weist selbst darauf hin, dass die Vorteile eines dynamischen Tarifs vor allem mit einem intelligenten Messsystem und steuerbaren Verbrauchern wie Wärmepumpe oder E-Auto ausgespielt werden. Ohne diese Voraussetzungen wird das Modell schnell deutlich unattraktiver.
Hinzu kommt: Ohne intelligentes Messsystem erfolgt laut Anbieter keine echte viertelstundengenaue Abrechnung, sondern eine Abrechnung über das Standardlastprofil Haushalt. Dann bringt dir das Verschieben in günstige Stunden praktisch nichts. Wer das nicht kapiert und nur auf das Wort Börsenstrompreis anspringt, kauft im Zweifel Unsinn statt Vorteil.
Auch beim klassischen Haushaltsstromtarif sollte man sauber lesen. Eine Preisgarantie ist gut, aber nur dann wirklich aussagekräftig, wenn man ihren Umfang und das Ende dieser Garantie mitdenkt. Beim Wärmepumpentarif wiederum hängt viel an der konkreten Messsituation, am Netzbetreiber und an der Frage, ob die technischen Voraussetzungen für die vorgesehenen Netzentgeltregelungen erfüllt sind. Wer solche Punkte ignoriert, prüft den Tarif nicht ernsthaft.
PROKON Regenerative Energien eG ist im Strommarkt deutlich mehr als nur ein weiterer Anbieter mit grünem Werbetext. Die Kombination aus Genossenschaft, eigener Erzeugung, deutschlandweiten Windparks und klarer Ökostrom-Positionierung macht das Unternehmen substanziell interessanter als viele Wettbewerber. Für Kunden, die echten Ökostrom mit nachvollziehbarer Herkunft suchen, ist PROKON deshalb klar relevant.
Der Haken ist wie immer nicht die Idee, sondern die Passung zum eigenen Verbrauch. Der klassische Tarif wirkt für viele Haushalte plausibel und planbar. Der dynamische Tarif kann stark sein, ist aber nur für Leute sinnvoll, die ihren Verbrauch wirklich steuern können oder wollen. Unterm Strich ist PROKON kein Tarifmüll, sondern ein ernstzunehmender Anbieter. Blind abschließen wäre trotzdem dumm. Entscheidend bleiben Vertragsdetails, Messsystem und eigenes Nutzungsverhalten.
Stand: 02.04.2026
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