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primastrom GmbH
Großbeerenstraße 2-10
12107 Berlin
primastrom GmbH mit Sitz in Großbeerenstraße 2-10, 12107 Berlin, gehört zu den in Deutschland aktiven Stromanbietern. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur Adresse und weitere Angaben zum Unternehmen.
Dieser Anbieter wurde von unseren Kunden mit 2,4 von 5 Sternen bewertet. 48 % der Kunden, die sich für einen Stromtarif von primastrom entschieden haben, würden den Anbieter erneut wählen.
Name: primastrom GmbH
Rechtsform: GmbH
Unternehmenszuordnung: Zentral organisierter Strom-, Gas-, Mobilfunk- und DSL-Anbieter
Sitz: Berlin
Anschrift: Großbeerenstr. 2-10, 12107 Berlin
Telefon: 030 / 707160000
Fax: 030 / 206143881
E-Mail: info@primastrom.de
Presse-E-Mail: presse@primastrom.de
Geschäftsführer: Mario Kovac
Registergericht: Amtsgericht Berlin Charlottenburg
Handelsregister: HRB 131073 B
USt-IdNr.: DE274615687
Aufsichtsbehörde: Bundesnetzagentur
Servicezeiten: Montag bis Freitag 08:30 bis 18:00 Uhr
Besonderheit: Kein klassischer Regionalversorger, sondern ein bundesweit digital und telefonisch organisierter Direktanbieter
primastrom ist kein Stadtwerk und auch kein lokal verankerter Grundversorger mit Heimatbonus, sondern ein zentral organisierter Direktanbieter. Der öffentliche Auftritt setzt klar auf Strom, Gas, Mobilfunk und DSL aus einer Hand. Genau darin liegt die Stärke, aber auch die Grenze des Modells. Wer einen einfachen Online- und Telefonanbieter für mehrere Alltagsprodukte sucht, kann damit etwas anfangen. Wer regionale Nähe, kommunale Verankerung oder eine echte Infrastrukturrolle erwartet, ist hier falsch.
Die Tarifstruktur ist öffentlich nur begrenzt sauber ausformuliert. Auf den offiziellen Seiten steht vor allem der Strompreisrechner im Vordergrund, nicht eine fein erklärte Tarifwelt mit vielen sauber benannten Produktlinien. Belastbar ist aber: primastrom arbeitet bei Stromverträgen mit klassischen Laufzeitmodellen, insbesondere 12 oder 24 Monaten. Nach einer stillschweigenden Verlängerung wird der Vertrag unbefristet und kann monatlich gekündigt werden. Das ist funktional, aber nicht besonders elegant kommuniziert. Wer auf maximale Transparenz bei Tarifdetails hofft, bekommt eher Verkaufsstrecke plus Vertragsinformationen als eine starke öffentliche Produktarchitektur.
Eine klar und offensiv herausgearbeitete Ökostrom-Ausrichtung ist auf den aktuell öffentlich sichtbaren primastrom-Seiten nicht belastbar als zentraler Markenkern erkennbar. Im Vordergrund stehen dort preiswerte Tarife, Wechselkomfort und die Komplettversorger-Logik für Zuhause. Das heißt nicht automatisch, dass es keine grünen Tarifoptionen gibt. Es heißt aber, dass der öffentliche Auftritt dieses Thema nicht so klar und stark trägt wie spezialisierte Ökostromanbieter. Wer gezielt einen Anbieter mit sauber belegter und stark sichtbarer Ökostrom-Positionierung sucht, sollte hier genauer prüfen statt sich etwas einzureden.
Im Strombereich wirkt primastrom wie ein klassischer Haushalts- und Standardanbieter. Auf der Website steht der Strompreisrechner klar im Mittelpunkt, ergänzt durch den Hinweis auf einen schnellen und unkomplizierten Wechsel ohne Unterbrechung der Versorgung. Eine öffentlich stark ausdifferenzierte Spezialtarifwelt für Wärmepumpen, dynamische Haushaltsstrommodelle oder andere technische Sonderfälle springt auf den sichtbaren Seiten dagegen nicht hervor. Das Angebot wirkt daher eher wie klassischer Stromdirektvertrieb für Standardhaushalte als wie eine technisch tief ausgearbeitete Spezialproduktwelt.
Eine klassische regionale Rolle spielt primastrom nicht. Öffentlich erkennbar ist keine kommunale Verankerung, kein lokaler Netzbezug und keine typische Stadtwerke-Identität. Der Anbieter sitzt in Berlin und organisiert seine Leistungen zentral. Genau deshalb sollte man primastrom nicht künstlich wie einen regionalen Versorger behandeln. Das ist ein Direktanbieter, kein lokales Infrastrukturunternehmen.
Positiv fällt zuerst die klare Einfachheit des Auftritts auf. Strom, Gas, Mobilfunk und DSL werden gebündelt angeboten, was für manche Haushalte praktisch sein kann. Zweitens sind die Kontaktwege sichtbar und der telefonische Kundenservice ist werktags ordentlich erreichbar. Drittens ist die Wechselstrecke klar auf einen unkomplizierten Anbieterwechsel ausgelegt. Viertens sind die Vertragsinformationen zu Laufzeit, Abschlagslogik und Kündigung öffentlich verfügbar, auch wenn sie nicht gerade schön aufbereitet sind.
Hier liegt der eigentliche Knackpunkt. Erstens sollte man Laufzeit, Verlängerung und Preislogik sehr genau lesen und sich nicht vom einfachen Auftritt einlullen lassen. Zweitens gab es in den letzten Jahren deutliche verbraucherschutzrechtliche Konflikte rund um primastrom. Der vzbv beanstandete unzulässige Preiserhöhungen trotz Preisgarantie und klagte dagegen. 2025 entschied das Kammergericht Berlin zudem, dass primastrom und Voxenergie das Sonderkündigungsrecht bei Umzug nicht mit überzogenen AGB-Vorgaben erschweren durften. Das ist kein kleines Schönheitsproblem, sondern ein echter Warnhinweis für jeden, der Verträge blind unterschreibt.
primastrom GmbH ist kein Müll, aber ein Anbieter, den man nüchtern und hart prüfen sollte. Die größte Stärke liegt in der einfachen Direktanbieter-Logik und im gebündelten Produktangebot. Die größte Schwäche liegt in der mittelmäßigen öffentlichen Tariftransparenz und in der belasteten verbraucherschutzrechtlichen Vorgeschichte. Für Kunden, die einfach einen zentral organisierten Standardanbieter suchen, kann das grundsätzlich passen. Wer maximale Klarheit, starke grüne Positionierung oder ein besonders vertrauensstarkes Vertragsbild sucht, sollte deutlich kritischer hinschauen.
Stand: 01.04.2026
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