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Ostrom
Straßburger Str. 55
10405 Berlin
Ostrom mit Sitz in Straßburger Str. 55, 10405 Berlin, gehört zu den in Deutschland aktiven Stromanbietern. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur Adresse und weitere Angaben zum Unternehmen.
Dieser Anbieter wurde von unseren Kunden mit 4,1 von 5 Sternen bewertet. 82 % der Kunden, die sich für einen Stromtarif von Ostrom entschieden haben, würden den Anbieter erneut wählen.
Ostrom ist kein klassischer Regionalversorger und auch kein alter Stadtwerke-Anbieter, sondern ein stark digital geprägter Stromanbieter mit klarem Fokus auf Ökostrom, App-Steuerung und flexible Tarifmodelle. Genau das ist die saubere Einordnung. Das Unternehmen verkauft nicht die übliche Versorger-Romantik, sondern Transparenz, monatlich kündbare Modelle, Smart-Meter-Tarife und smarte Integrationen für E-Auto, Wärmepumpe und Solaranlage.
Unterm Strich ist Ostrom ein Anbieter für Kunden, die einen modernen, appbasierten Stromanbieter mit 100 % Ökostrom und hoher digitaler Selbstverwaltung suchen. Wer persönliche Vor-Ort-Betreuung, klassische Stadtwerke-Nähe oder eine konservative Tarifwelt erwartet, ist hier falsch. Wer dagegen flexibel bleiben und Strom, Verbrauch und smarte Geräte stärker digital steuern will, kann Ostrom ernsthaft prüfen.
Name: Ostrom GmbH
Marke: Ostrom
Sitz / Anschrift: Straßburger Str. 55, 10405 Berlin
E-Mail: imprint@ostrom.de
Telefon: 030 311 99 888
Geschäftsführung: Matthias Martensen, Karl Villanueva
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Registernummer: HRB 223362
Umsatzsteuer-ID: DE338854880
Ostrom ist ein junges Unternehmen. Laut Eigendarstellung wurde Ostrom im Januar 2021 gegründet, ein früher MVP ging im Mai 2021 live. Gleichzeitig ist die Marke inzwischen längst kein kleines Experiment mehr. Auf der Website wird mit mehr als 100.000 Kundinnen und Kunden geworben.
Wichtig ist die richtige Einordnung: Ostrom ist kein breiter Vollsortimenter für alles, sondern im Kern ein digitaler Stromanbieter. Die Marke ist klar auf Strom, Smart Meter, dynamische Tarife und smarte Steuerung aufgebaut. Genau darin liegt die Stärke, aber auch die Grenze des Modells.
Im Mittelpunkt stehen Stromtarife für Privatkunden, dazu ein dynamischer Tarif mit Smart Meter, Wärmestrom-Lösungen, Gewerbestrom und smarte Integrationen für E-Auto, Wärmepumpe, Solar und Batteriespeicher. Ostrom verkauft also nicht nur Strom, sondern versucht Verbrauch, Tarif und Gerätesteuerung enger zusammenzubringen.
Das ist moderner als bei vielen klassischen Versorgern. Gleichzeitig bedeutet das auch: Wer nur einen simplen Standardvertrag ohne App, ohne Smart-Logik und ohne technisches Interesse will, bekommt hier mehr System als unbedingt nötig.
Die Tarifwelt ist klar aufgebaut. Im Zentrum stehen der variable Tarif SimplyFair, der feste Tarif SimplyFair12 und der dynamische Tarif SimplyDynamic. SimplyFair ist monatlich kündbar und klar auf Flexibilität ausgelegt. SimplyFair12 richtet sich an Kunden, die für zwölf Monate Preisstabilität wollen.
Das ist grundsätzlich sinnvoll. Flexibel oder planbarer – die Auswahl ist verständlich. Wichtig ist aber ein Detail, das viele übersehen: Laut AGB läuft ein Tarif mit Preisgarantie nach deren Ablauf automatisch als variabler Tarif weiter. Wer nur die Überschrift liest und nicht die Logik dahinter versteht, bewertet zu weich.
Beim Strom ist die Positionierung eindeutig. Ostrom bewirbt seinen Strom mit 100 % erneuerbaren Quellen, TÜV-Nord-Zertifizierung und einer klar grünen Ausrichtung. In der offiziellen Stromkennzeichnung werden für Ostrom 0 g/kWh CO2-Emissionen und 0 g/kWh radioaktive Abfälle ausgewiesen.
Das ist ein echter Pluspunkt. Viele Anbieter reden grün und liefern nur weich formulierte Herkunftsversprechen. Ostrom macht das an dieser Stelle deutlich klarer. Trotzdem gilt wie immer: Ein grünes Label ersetzt keinen harten Tarifvergleich.
Ein klarer Unterschied zu vielen traditionellen Anbietern ist der dynamische Tarif SimplyDynamic. Dieser passt sich stündlich an den Strommarktpreis an. Laut Ostrom können Kundinnen und Kunden ihren Verbrauch in günstige Stunden verschieben und so ihre Stromkosten senken.
Wichtig ist die ehrliche Einordnung: Das ist kein Spar-Automat. Wer seinen Verbrauch nicht steuern kann, bekommt daraus nicht automatisch einen Vorteil. Hinzu kommt: Für SimplyDynamic ist ein Smart Meter erforderlich. Ostrom unterstützt nach eigener Darstellung bei der Beantragung, aber ohne passende Messinfrastruktur bringt der Tarif nichts.
Die App ist nicht bloß ein nettes Extra, sondern das Zentrum des Modells. Über die Ostrom App lassen sich Verbrauch, Zählerstände, Zahlungen, Rechnungen und Tarifinformationen verwalten. Zusätzlich wirbt Ostrom damit, dass über 1.400 Geräte integriert werden können, darunter E-Autos, Wechselrichter, Heimspeicher und Wärmepumpen.
Das ist einer der stärksten Punkte des Unternehmens. Ostrom verkauft nicht nur Strom, sondern eine Bedienoberfläche für den Energiealltag. Für digital affine Haushalte ist das ein echter Mehrwert. Für Menschen, die so etwas nicht brauchen, ist es eher Zusatzkomplexität.
Ostrom bespielt auch Wärmestrom. Der bestehende SimplyFair-Tarif wird ausdrücklich für Wärmepumpen und smarte Thermostate positioniert. Auf der Wärmestrom-Seite wird zusätzlich hervorgehoben, dass das Modell mit 100 % erneuerbaren Quellen arbeitet und eine Grundgebühr von 6 Euro pro Monat berechnet wird.
Das ist positiv, weil Ostrom hier nicht nur Standardhaushalte adressiert, sondern echte moderne Anwendungsfälle. Gleichzeitig bleibt die Grundlogik dieselbe: Das Modell lohnt sich vor allem dann, wenn man digital steuern und den Verbrauch bewusst verschieben kann.
Beim Service ist Ostrom klar digital. Auf der Kontaktseite wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man das Unternehmen am schnellsten über Live-Chat oder Kontaktformular erreicht. Gleichzeitig arbeitet das Team laut Website remote und hybrid. Verträge werden nur online abgeschlossen.
Das passt zum Modell. Wer digitale Selbstverwaltung und Chat-Support will, bekommt hier genau das. Wer dagegen klassische Telefon- und Vor-Ort-Betreuung erwartet, wird eher an der Marke vorbeilaufen.
Positiv ist zuerst die klare Tariflogik. Ostrom versucht nicht, Kunden mit zwanzig künstlich aufgeblähten Tarifnamen zu verwirren, sondern hält das Modell vergleichsweise verständlich.
Zweitens ist das Ökostromprofil belastbar. 100 % erneuerbare Quellen, TÜV-Nord-Zertifizierung und eine veröffentlichte Stromkennzeichnung mit 0 g CO2 sind mehr wert als loses Nachhaltigkeitsgerede.
Drittens ist die App- und Geräteintegration stark. Wer E-Auto, Wärmepumpe, Speicher oder Solar smarter steuern will, bekommt hier mehr als bei vielen konservativen Anbietern.
Viertens ist positiv, dass Ostrom bei dynamischen Tarifen und Smart Meter nicht nur Marketing macht, sondern das Thema sichtbar als Kernprodukt aufbaut.
Der größte Schwachpunkt ist die starke Digital- und App-Logik. Wer persönliche Betreuung, klassische Servicewege oder maximale Einfachheit ohne Technik will, wird hier eher nicht glücklich.
Zweiter Punkt: Dynamische Tarife klingen modern, sind aber nicht automatisch besser. Ohne steuerbaren Verbrauch oder Smart Meter bringt die ganze Story deutlich weniger.
Dritter Punkt: Die Marke wirkt transparent und modern. Genau das kann dazu verleiten, die harten Vertragsdetails weniger streng zu prüfen. Das wäre ein Fehler. Auch hier müssen Arbeitspreis, Grundpreis und Tarifmechanik sauber geprüft werden.
Vierter Punkt: Ostrom ist stark beim Thema Strom und smarte Steuerung. Wer aber einen klassischen Vollsortimenter mit lokaler Infrastruktur und persönlichem Stadtwerke-Gefühl sucht, ist hier schlicht an der falschen Adresse.
Ostrom ist ein moderner, klar digital ausgerichteter Stromanbieter mit starkem Ökostromprofil, sinnvoller App-Struktur und sichtbarem Fokus auf Smart Meter, dynamische Tarife und smarte Geräteintegration. Für Kunden, die genau dieses Modell suchen, ist Ostrom eine ernst zu nehmende Adresse.
Man sollte die Marke aber nicht idealisieren. Viel App, viel Transparenz und viel Tech-Rhetorik bedeuten noch nicht automatisch den besten Tarif. Wer sauber vergleicht, kann hier gut landen. Wer sich nur von der modernen Oberfläche und der grünen Sprache tragen lässt, prüft zu oberflächlich.
Stand 31.03.2026
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