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Der Wert ist ungültig.
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FriesenWerk GmbH

FriesenWerk GmbH
Rudolfswieke 146
26802 Moormerland

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FriesenWerk GmbH mit Sitz in Rudolfswieke 146, 26802 Moormerland, gehört zu den in Deutschland aktiven Stromanbietern. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur Adresse und weitere Angaben zum Unternehmen.

FriesenWerk GmbH

Stammdaten

Anbietername: FriesenWerk GmbH

Sitz: Rudolfswieke 146, 26802 Moormerland

Rechtsform: GmbH

Registergericht: Amtsgericht Aurich

Handelsregisternummer: HRB 207903

Umsatzsteuer-ID: DE457756891

Geschäftsführerinnen: Sina Saathoff und Sara Wübbena

Telefon: 04954 93209 00

Telefonische Erreichbarkeit: Montag bis Freitag von 9.00 bis 16.00 Uhr

Fax: kein Fax in den offiziellen Anbieterangaben gefunden

E-Mail: moin@friesen-werk.de

Kundenportal: vorhanden

Aufsichtsbehörde: Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen

Verbraucherservice Bundesnetzagentur: Postfach 8001, 53105 Bonn

Telefon Verbraucherservice Bundesnetzagentur: 030 22480-500

E-Mail Verbraucherservice Bundesnetzagentur: verbraucherservice-energie@bnetza.de

Schlichtungsstelle: Schlichtungsstelle Energie e.V., Friedrichstraße 133, 10117 Berlin

Telefon Schlichtungsstelle: 030 2757240-0

E-Mail Schlichtungsstelle: info@schlichtungsstelle-energie.de

Überblick

Die FriesenWerk GmbH ist ein Stromanbieter aus Moormerland in Ostfriesland. Der Anbieter positioniert sich mit den Kernversprechen fair, transparent und bezahlbar. Im Mittelpunkt stehen Haushaltsstrom, Strom für Wärmepumpen, Strom für Wallboxen sowie dynamische Stromtarife.

FriesenWerk tritt bewusst nicht wie ein klassischer Billigstromanbieter auf, der vor allem mit Neukundenboni und kurzfristigen Lockangeboten arbeitet. Stattdessen stellt das Unternehmen Transparenz, ein kleines Team, eigene Software, ein eigenes Kundenportal und eine Beteiligung bestehender Kunden am Unternehmenserfolg in den Vordergrund.

Das ist ein interessanter Ansatz, aber kein Freifahrtschein. Auch ein sympathisch auftretender Anbieter muss sich am Ende an Tarifbedingungen, Preisbestandteilen, Kündigungsfristen, Zähleranforderungen und tatsächlicher Abrechnung messen lassen.

Tarifstruktur

Die Tarifstruktur von FriesenWerk ist vergleichsweise klar aufgebaut. Es gibt den klassischen Haushaltsstromtarif, einen Wärmepumpentarif und einen Wallboxtarif. Zusätzlich sind diese Angebote auch als dynamische Varianten verfügbar.

Der Klassik-Tarif richtet sich an normale Haushalts- und Gewerbekunden, die einen einfachen Stromtarif für den Alltag suchen. Für Kunden mit steuerbarer Wärmepumpe oder Wallbox kann auch im Klassik-Tarif eine pauschale Vergünstigung nach § 14a EnWG relevant sein, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.

Der Wärmepumpentarif setzt einen separaten Zähler für die Wärmepumpe voraus. Das ist wichtig, weil sonst der Spezialtarif nicht sauber genutzt werden kann. Wer keinen separaten Zähler hat, sollte nicht versuchen, sich diesen Tarif schönzureden, sondern den Klassik-Tarif prüfen.

Der Wallboxtarif richtet sich an Kunden, die ihr Elektroauto zu Hause laden und dafür einen separaten Zähler nutzen. Auch hier spielen reduzierte Netzentgelte nach § 14a EnWG eine Rolle.

Bei den dynamischen Tarifen gibt es Varianten für Haushaltsstrom, Wärmepumpe und Mobilität. Der Strompreis orientiert sich dabei am Börsenpreis. Das kann sinnvoll sein, wenn Stromverbrauch aktiv in günstige Zeitfenster verschoben wird.

Nach den AGB richtet sich das Angebot an Kunden mit einem Jahresverbrauch unter 100.000 kWh ohne registrierende Leistungsmessung. Damit zielt FriesenWerk vor allem auf Standardlastprofil-Kunden mit klassischem Zähler, moderner Messeinrichtung oder intelligentem Messsystem.

Die reguläre Erstvertragslaufzeit beträgt nach den AGB ein Jahr. Nach Ablauf verlängert sich der Vertrag auf unbestimmte Zeit und kann mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

Für dynamische Stromtarife ist die Laufzeit deutlich kürzer. Nach den AGB beträgt die reguläre Vertragslaufzeit bei dynamischen Tarifen einen Monat. Die Kündigungsfrist liegt bei zehn Werktagen zum Ende der jeweiligen Laufzeit.

Bei klassischen Tarifen gewährt FriesenWerk nach den AGB eine einjährige Preisgarantie. Diese umfasst unter anderem Netzentgelte, Messstellenbetrieb, Beschaffungs- und Vertriebskosten sowie gesetzliche Abgaben und Umlagen. Ausgenommen sind Stromsteuer und Umsatzsteuer. Genau diese Einschränkung muss man lesen, sonst versteht man die Garantie falsch.

Ökostrom-Ausrichtung

FriesenWerk bewirbt seine Stromtarife als 100 Prozent zertifizierten Ökostrom. Jeder Tarif soll vollständig durch Herkunftsnachweise gedeckt sein. Damit ist die Ökostrom-Ausrichtung klarer als bei Anbietern, die nur nebenbei einen grünen Tarif im Portfolio haben.

Der Anbieter stellt erneuerbare Energien und Transparenz stark in den Vordergrund. Die Aussage ist nicht nur ein kleiner Marketingzusatz, sondern Teil der gesamten Positionierung.

Trotzdem gilt auch hier: Ökostrom ist nicht automatisch gleich Ökostrom. Kunden sollten prüfen, ob sie nur bilanziell abgesicherten Ökostrom möchten oder ob ihnen zusätzliche Kriterien wie regionale Erzeugung, Neuanlagenförderung oder konkrete Investitionen in erneuerbare Energien wichtig sind.

FriesenWerk macht die Ökostrom-Ausrichtung sauber sichtbar, aber wer maximale ökologische Wirkung sucht, sollte über die reine Herkunftsnachweis-Logik hinausdenken. Sonst bleibt die Entscheidung zu oberflächlich.

Stromangebote

FriesenWerk bietet Strom für unterschiedliche Verbrauchssituationen an. Das zentrale Angebot ist der Klassik-Tarif für normalen Haushaltsstrom. Ergänzend gibt es spezielle Tarife für Wärmepumpen und Wallboxen.

Der Wärmepumpentarif ist für Haushalte mit elektrischer Wärmeerzeugung interessant. Entscheidend ist aber die Zählerstruktur. Ohne separaten Zähler ist dieser Spezialtarif nicht der richtige Weg.

Der Wallboxtarif ist für E-Auto-Besitzer gedacht, die ihr Fahrzeug regelmäßig zu Hause laden. Auch hier ist der separate Zähler der harte technische Punkt. Ohne ihn muss man anders rechnen.

Zusätzlich bietet FriesenWerk dynamische Varianten an. Klassik Dynamisch richtet sich an Haushalts- oder Gewerbekunden mit flexiblem Verbrauch. Wärme Dynamisch ist für Wärmepumpen gedacht. Mobil Dynamisch richtet sich an Kunden, die Elektrofahrzeuge laden und Stromverbrauch gezielt in günstige Zeiten verschieben können.

Die dynamischen Angebote sind nur dann wirklich stark, wenn der Kunde technisch und organisatorisch mitspielt. Wer Verbrauch nicht verschieben kann, profitiert deutlich weniger. Dynamisch klingt modern, aber ohne Steuerung ist es schnell nur mehr Risiko und mehr Komplexität.

Positiv ist, dass FriesenWerk keine klassischen Neukundenboni in den Vordergrund stellt. Der Anbieter kommuniziert stattdessen, dass eingesparte Bonuskosten über eine Gewinnbeteiligung an Bestandskunden zurückgegeben werden sollen. Das ist grundsätzlich fairer als der übliche Lockvogelansatz vieler Stromanbieter.

Regionale Rolle

FriesenWerk hat seinen Sitz in Moormerland und tritt mit einer klar norddeutschen beziehungsweise ostfriesischen Markenidentität auf. Das Unternehmen nutzt Begriffe und Bildsprache aus der Küstenregion und setzt auf persönliche Erreichbarkeit statt anonymes Callcenter.

Eine klassische Stadtwerke-Rolle hat FriesenWerk aber nicht. Der Anbieter ist kein kommunaler Grundversorger und kein Netzbetreiber mit lokaler Monopolrolle. Er ist ein Stromlieferant, der Kunden über Tarifabschluss und Lieferantenwechsel versorgt.

Bei Netzstörungen, Zählertechnik oder Anschlussproblemen bleibt der örtliche Netzbetreiber zuständig. FriesenWerk ist für den Liefervertrag, die Abrechnung und den Kundenservice des Stromtarifs verantwortlich.

Die regionale Stärke liegt eher in der Unternehmensidentität, dem kleinen Team und der persönlichen Kundenansprache. Wer ein lokales Kundencenter eines Stadtwerks erwartet, sollte das nicht verwechseln.

Was positiv auffällt

Positiv fällt die klare Tarifstruktur auf. Klassik, Wärmepumpe, Wallbox und dynamische Varianten sind nachvollziehbar gegliedert. Das ist besser als Tarifwelten, in denen Kunden von Fantasienamen, Boni und Fußnoten erschlagen werden.

Gut ist auch die deutliche Ökostrom-Ausrichtung. FriesenWerk bewirbt ausschließlich 100 Prozent zertifizierten Ökostrom. Für Kunden, die fossile Stromprodukte vermeiden wollen, ist das ein sauberer Ausgangspunkt.

Die Preisgarantie bei klassischen Tarifen ist ein relevanter Vorteil, weil sie viele Preisbestandteile einschließt. Aber sie ist nicht grenzenlos. Stromsteuer und Umsatzsteuer sind ausgenommen. Wer das sauber versteht, kann die Garantie richtig einordnen.

Positiv ist der Verzicht auf Neukundenboni als zentrales Verkaufsinstrument. Viele Anbieter machen ihre Tarife nur über Bonuslogik schön. FriesenWerk setzt stattdessen auf Bestandskundenorientierung und Gewinnbeteiligung nach dem ersten Jahr. Das ist in der Strombranche deutlich sympathischer als die übliche Wechselprämien-Maschinerie.

Ein weiterer Pluspunkt ist die eigene Software und das eigene Kundenportal. Wenn das technisch stabil läuft, kann das Kosten sparen und Prozesse schlanker machen. Genau hier kann ein kleiner Anbieter effizienter sein als ein großer Konzernapparat.

Auch die dynamischen Tarife sind sinnvoll aufgebaut, weil FriesenWerk sie nicht nur für Haushaltsstrom, sondern auch für Wärmepumpe und Mobilität anbietet. Gerade dort entstehen größere flexible Strommengen, mit denen dynamische Preise überhaupt erst interessant werden.

Was man kritisch prüfen sollte

Kritisch prüfen sollte man zuerst die Zähleranforderungen. Wärmepumpen- und Wallboxtarife setzen einen separaten Zähler voraus. Wer das ignoriert, vergleicht falsch. Das Ergebnis ist dann nicht nur ungenau, sondern wertlos.

Bei dynamischen Tarifen muss man brutal ehrlich sein: Ohne flexiblen Verbrauch, Smart-Meter-Nutzung oder aktive Steuerung bringt der Tarif wenig. Wer Waschmaschine, Wallbox oder Wärmepumpe nicht nach günstigen Zeiten steuert, übernimmt vor allem Preisschwankungen.

Die Preisgarantie ist gut, aber nicht vollständig. Stromsteuer und Umsatzsteuer sind ausgenommen. Wenn sich diese Bestandteile ändern, kann sich auch der Endpreis ändern. Wer nur das Wort Preisgarantie liest, macht einen Anfängerfehler.

Die Gewinnbeteiligung klingt positiv, sollte aber nicht überschätzt werden. Entscheidend ist zuerst der reguläre Tarifpreis. Eine mögliche spätere Beteiligung ersetzt keinen harten Stromvergleich.

FriesenWerk ist ein kleiner Anbieter. Das kann ein Vorteil sein, weil Wege kurz und Strukturen schlank sind. Es kann aber auch ein Risiko sein, wenn Wachstum, Kundenservice, Abrechnung oder Marktprozesse unter Last nicht sauber funktionieren. Das muss sich über Kundenerfahrung und Betriebsstabilität zeigen.

Bei dynamischen Tarifen sollte außerdem die Abrechnung verstanden werden. Nach den AGB erfolgt sie bei dynamischen Tarifen mit intelligentem Messsystem monatlich. Wer lieber gleichmäßige Abschläge und eine einfache Jahresabrechnung will, wird damit möglicherweise nicht glücklich.

Auch die kurze Kündigungsfrist bei dynamischen Tarifen ist zwar flexibel, verlangt aber Aufmerksamkeit. Wer seine Tarife nie beobachtet, sollte keine dynamischen Produkte wählen. Passivität und Börsenpreislogik passen nicht zusammen.

Fazit

Die FriesenWerk GmbH ist ein interessanter Stromanbieter aus Moormerland mit klarer Ökostrom-Ausrichtung, übersichtlicher Tarifstruktur und bewusst transparenter Positionierung. Besonders stark ist der Ansatz, keine klassischen Neukundenboni in den Mittelpunkt zu stellen und stattdessen Bestandskunden fairer behandeln zu wollen.

Für normale Haushaltskunden ist der Klassik-Tarif die naheliegende Option. Für Wärmepumpen- und Wallboxkunden können die Spezialtarife sinnvoll sein, wenn die technische Zählerstruktur passt. Für flexible Haushalte mit steuerbaren Verbrauchern können die dynamischen Tarife interessant sein.

Blind abschließen sollte man trotzdem nicht. Entscheidend sind Verbrauch, Zählerart, Preisgarantie, Kündigungsfrist, dynamische Preisrisiken, Abrechnungsmodell und die Frage, ob die versprochene Transparenz im Alltag wirklich funktioniert.

FriesenWerk wirkt deutlich sauberer und fairer positioniert als viele Bonus- und Locktarifanbieter. Aber auch hier gilt: Erst rechnen, dann wechseln. Wer nur die sympathische Marke sieht und die Vertragsdetails ignoriert, macht es sich zu einfach.

Stand: 10.06.2026

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