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Elektrizitäts-Genossenschaft Röthenbach eG
Wigglis 3
88167 Röthenbach
Elektrizitäts-Genossenschaft Röthenbach eG mit Sitz in Wigglis 3, 88167 Röthenbach, gehört zu den in Deutschland aktiven Stromanbietern. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur Adresse und weitere Angaben zum Unternehmen.
Anbietername: Elektrizitäts-Genossenschaft Röthenbach eG
Kurzbezeichnung: EGR
Rechtsform: eingetragene Genossenschaft
Sitz: Röthenbach
Anschrift: Wigglis 3, 88167 Röthenbach
Telefon: 08384 8202-0
Fax: 08384 8202-18
E-Mail: info@eg-roethenbach.de
24-Stunden-Notbereitschaft: 0170 1446850
Geschäftsführer: Peter Schießl
Vorstandsvorsitzender: Ferdinand Hug
Aufsichtsratsvorsitzender: Erwin Rudhart
Registergericht: Amtsgericht Kempten/Allgäu
Genossenschaftsregister: GenReg. 1041
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE128802037
Unternehmensprofil: regionaler Energiedienstleister und Netzbetreiber im Westallgäu
Versorgungsgebiet laut Außendarstellung: Röthenbach, Gestratz sowie Teile von Maierhöfen, Grünenbach und Heimenkirch
Angeschlossene Haushalte laut Außendarstellung: rund 3.000
Stromkunden laut Unternehmensdarstellung: ca. 2.994
Mitglieder laut Unternehmensdarstellung: 257
Historischer Stromlieferbeginn in Röthenbach laut Unternehmensdarstellung: 14.07.1919
Die Elektrizitäts-Genossenschaft Röthenbach eG ist ein kleiner, regional verankerter Stromversorger mit Genossenschaftsstruktur. Das ist kein anonymer Tarifverkäufer, sondern ein lokaler Anbieter mit Netzgebiet, technischer Infrastruktur und greifbarem Kundenservice vor Ort.
Die EGR positioniert sich klar als Versorgungsbetrieb im Westallgäu. Der Fokus liegt auf einer bodenständigen Versorgung für Haushalte, Landwirtschaft und Gewerbe. Genau darin liegt die Stärke des Unternehmens: keine künstlich aufgeblasene Tarifshow, sondern ein überschaubares Modell mit regionalem Bezug.
Wer einen hochglanzpolierten Digitalanbieter mit endlosen Tarifexperimenten sucht, ist hier eher falsch. Wer einen kleinen, greifbaren Regionalversorger mit echter Nähe zum Netz und zum Kunden will, bekommt hier ein deutlich stimmigeres Gesamtbild.
Die Tarifstruktur ist klar und klassisch aufgebaut. Für Privatkunden gibt es EGR-Familie. Für Landwirtschaft und kleinere Gewerbekunden gibt es EGR Gewerbe und Landwirtschaft. Für größere gewerbliche Verbräuche ist EGR Gewerbe Plus vorgesehen. Mit EGR Kombi existiert außerdem ein Doppeltarif-Modell für Hoch- und Niedertarif.
Zusätzlich werden Grundversorgung und besondere Strompreisregelungen für Wärmepumpen, Speicherheizungen und Baustrom angeboten. Das ist fachlich sinnvoll, weil normale Haushalte, Wärmeanwendungen und gewerbliche Lastprofile eben nicht sauber in denselben Tarif gepresst werden sollten.
Wichtig ist der Haken, den viele überlesen: Die EGR-Stromprodukte setzen ein SEPA-Lastschriftmandat voraus. Außerdem werden die Sonderprodukte mit einer Mindestlaufzeit von zwölf Monaten abgeschlossen. Danach ist die ordentliche Kündigung mit einer Frist von einem Monat möglich. Wer maximale Flexibilität sucht, bekommt sie hier also nicht sofort, sondern erst nach der ersten Bindungsphase.
Die Ökostrom-Ausrichtung ist bei der EGR stark. Laut veröffentlichter Stromkennzeichnung ist der Unternehmensverkaufsmix für alle angebotenen Produkte vollständig erneuerbar. Fossile Energieträger, Kernkraft, CO2-Emissionen und radioaktiver Abfall werden dort mit null ausgewiesen.
Das ist ein echter Pluspunkt. Viele Anbieter reden groß über grüne Energie und liefern am Ende nur ein weichgespültes Mischprodukt. Hier ist die öffentliche Darstellung deutlich klarer: Die EGR arbeitet im Verkaufsmix komplett ohne Kohle, Erdgas und Kernenergie.
Trotzdem sollte man die Sache sauber einordnen. Der Mix beruht nicht auf einer rein lokalen Stromerzeugungsromantik, sondern auf erneuerbaren Energien mit Herkunftsnachweisen. Laut Stromkennzeichnung stammen diese Herkunftsnachweise zu 100 Prozent aus Österreich. Ökologisch ist das stark, aber wer ausschließlich regionale Erzeugung aus dem direkten Umfeld erwartet, fantasiert sich etwas zusammen, das so nicht öffentlich dargestellt wird.
Für normale Haushalte ist EGR-Familie das zentrale Produkt. Für Landwirtschaft und Gewerbe gibt es eigene, getrennte Tariflinien. Das ist positiv, weil die EGR nicht alles in einen Einheitsvertrag drückt.
Mit EGR Kombi existiert ein klassischer Zweitarif-Ansatz für Kunden mit Hoch- und Niedertarifmessung. Dazu kommen Sonderregelungen für Wärmepumpen und Speicherheizungen. Genau diese Trennung ist sinnvoll, weil technische Verbrauchssituationen sonst schnell falsch bepreist oder unpassend abgebildet werden.
Beim Thema Elektromobilität fällt auf: Die EGR bietet öffentlich vor allem Anschluss- und Infrastrukturunterstützung, etwa über Datenblätter für Ladeeinrichtungen und Ladepunkte im Netzgebiet. Ein klar eigenständiger, öffentlich ausgewiesener E-Auto-Stromtarif springt dagegen auf den sichtbaren Seiten nicht als separates Tarifprodukt ins Auge. Das ist nicht schlimm, aber es ist eben keine riesige moderne Tarifwelt.
Regional spielt die EGR eine echte Rolle. Sie ist im Westallgäu tief verankert, versorgt laut eigener Darstellung rund 3.000 angeschlossene Haushalte und betreibt ein weitläufiges Netz in ländlicher Struktur. Genau das unterscheidet den Anbieter von reinen Stromvertriebsmarken ohne Bodenhaftung.
Besonders wichtig ist die Funktion als Grundversorger im eigenen Netzgebiet. Die EGR wurde zum Stichtag 1. Juli 2024 als Grundversorger im eigenen Netz festgestellt. Das ist kein Marketingdetail, sondern ein harter Hinweis auf die tatsächliche regionale Bedeutung.
Hinzu kommt die genossenschaftliche Struktur. Das Unternehmen arbeitet nicht nur für Kunden, sondern steht auch in einer Mitgliederlogik. Für viele Menschen in der Region ist genau diese Kombination aus Nähe, Überschaubarkeit und realer Infrastruktur ein echter Vorteil.
Positiv fällt zuerst die klare Tarifstruktur auf. Haushalt, Landwirtschaft, Gewerbe, Doppeltarif und Sonderanwendungen sind getrennt. Das ist deutlich sinnvoller als der übliche Tarifbrei mit hübschen Namen und wenig Substanz.
Stark ist außerdem die sehr klare Ökostrom-Ausrichtung im veröffentlichten Verkaufsmix. Wenn öffentlich keine fossilen Energieträger und keine Kernkraft ausgewiesen werden, dann ist das mehr als nur grünes Marketinggequatsche.
Ebenfalls positiv ist die regionale Verankerung. Persönlicher Service vor Ort, Grundversorgerrolle und ein überschaubares Versorgungsgebiet machen den Anbieter greifbarer als viele große Strommarken ohne echte Nähe.
Auch die Sonderlösungen für Wärmepumpen, Speicherheizungen und Doppeltarifmessung sind ein Pluspunkt. Das zeigt, dass die EGR nicht nur Standardhaushalte im Blick hat.
Der erste Punkt ist die Mindestlaufzeit. Zwölf Monate Bindung sind nicht dramatisch, aber eben auch nicht superflexibel. Wer heute abschließt und morgen wieder maximale Beweglichkeit will, sollte nicht so tun, als wäre das hier ein monatlich kündbares Spielzeug.
Der zweite Punkt ist das SEPA-Lastschriftmandat. Das ist kein Weltuntergang, aber eben eine klare Voraussetzung. Wer lieber andere Zahlungswege erzwingen will, passt schlicht nicht sauber in dieses Modell.
Der dritte Punkt betrifft die Spezialtarife. Wärmepumpen, Speicherheizungen und Doppeltarife sind nur dann sinnvoll, wenn Messkonzept und technische Situation wirklich passen. Wer da schlampig auswählt, bucht schnell am Bedarf vorbei.
Und noch etwas: Die EGR ist regional stark, aber die Tarifwelt ist nicht maximal modern oder breit. Wer auf dynamische Tarife, extreme Produktvielfalt oder digitale Spielereien aus ist, wird hier eher weniger finden. Das ist ein bodenständiger Versorger, kein Tariflabor.
Die Elektrizitäts-Genossenschaft Röthenbach eG ist ein seriöser kleiner Regionalversorger mit echter lokaler Verankerung, klar gegliederter Tarifstruktur und starker Ökostrom-Ausrichtung. Das ist kein Schrottanbieter und auch keine austauschbare Strommarke ohne Profil.
Stark sind vor allem die Bodenhaftung, die Funktion als Grundversorger, die saubere Trennung der Tarifwelten und der öffentlich vollständig erneuerbare Verkaufsmix. Kritisch prüfen sollte man vor allem die Mindestlaufzeit, die technischen Voraussetzungen bei Sondertarifen und die eher begrenzte moderne Produktbreite.
Unterm Strich ist der Anbieter für Kunden im Westallgäu klar ernst zu nehmen. Die richtige Wahl hängt aber wie immer nicht am sympathischen Regionalimage, sondern daran, ob der konkrete Tarif sauber zu Verbrauch, Technik und gewünschter Vertragslogik passt.
Stand: 15.04.2026
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