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Der Wert ist ungültig.
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Elektrizitätswerk Hindelang eG

Elektrizitätswerk Hindelang eG
Weidachstrasse 9
87541 Bad Hindelang

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Elektrizitätswerk Hindelang eG mit Sitz in Weidachstrasse 9, 87541 Bad Hindelang, gehört zu den in Deutschland aktiven Stromanbietern. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur Adresse und weitere Angaben zum Unternehmen.

Stammdaten

Name: Elektrizitätswerk Hindelang eG

Rechtsform: eingetragene Genossenschaft

Sitz: Bad Hindelang / Allgäu

Adresse: Weidachstraße 9, 87541 Bad Hindelang

Telefon: 08324 9300-0

Fax: 08324 9300-50

E-Mail: info@ewhindelang.de

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr, Freitag 08:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Registergericht: Kempten

Genossenschaftsregister: GnR 858

Umsatzsteuer-ID: DE128802004

Gründung: 1923

Geschäftsführender Vorstand / Geschäftsführer: Andreas Klär

Aufsichtsratsvorsitzender: Matthias Füß

Vorstand: Auf der Website werden nicht überall dieselben Namen genannt. Im Impressum stehen Klaus Benninghoff und Jakob Wechs, auf der Unternehmensseite Klaus Benninghoff und Markus Fügenschuh. Diese Abweichung sollte man für formale Zwecke direkt beim Anbieter verifizieren.

Grundversorger: für die Gemeinde Bad Hindelang mit Ortsteilen, ausgenommen Bruck und Unterjoch

Überblick

Die Elektrizitätswerk Hindelang eG ist kein anonymer Billiganbieter, sondern ein regional verankertes Energieversorgungsunternehmen mit eigener Netzverantwortung, eigener Erzeugung und genossenschaftlicher Struktur. Das Unternehmen besteht seit 1923, hat rund 350 Mitglieder und versorgt nach eigenen Angaben etwa 3.500 Kunden zuverlässig mit Strom. Damit ist das E-Werk Hindelang eher ein lokaler Infrastrukturträger als ein reiner Stromverkäufer.

Der Schwerpunkt liegt auf dem Stromvertrieb, dem sicheren Netzbetrieb, erneuerbarer Stromerzeugung und Dienstleistungen für Kunden sowie für die Marktgemeinde Bad Hindelang. Wer einen stark regional geprägten Anbieter sucht, findet hier ein deutlich anderes Profil als bei bundesweiten Discountmarken.

Tarifstruktur

Die Tarifstruktur ist sauber gestaffelt und deckt mehrere Kundentypen ab. Angeboten werden die Grund- und Ersatzversorgung, AllgäuStrom Basis, AllgäuStrom 100%, AllgäuStrom Garant 2025 bis 2027 Ökostrom, AllgäuStrom Flex als dynamischer Tarif sowie ein eigener Wärmepumpen- und Speicherheizungstarif. Für Gewerbekunden mit höherem Verbrauch gibt es außerdem eine gesonderte Betreuung.

Die Grund- und Ersatzversorgung liegt laut Preisblatt ab 01.01.2026 bei 36,64 Cent pro kWh brutto und 15,97 Euro Grundpreis pro Monat brutto. Es gibt keine feste Vertragslaufzeit, keine automatische Verlängerung und eine Kündigung ist jederzeit möglich. Das ist funktional, aber preislich nicht automatisch die beste Wahl.

AllgäuStrom Basis kostet ab 01.01.2026 brutto 32,50 Cent pro kWh bei 15,97 Euro Grundpreis pro Monat. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat zum Laufzeitende, danach verlängert sich der Vertrag automatisch jeweils um ein Jahr. AllgäuStrom 100% liegt brutto bei 32,85 Cent pro kWh und ebenfalls 15,97 Euro Grundpreis pro Monat. Auch hier gilt eine einmonatige Kündigungsfrist und eine automatische Verlängerung um jeweils ein Jahr.

AllgäuStrom Garant 2025 bis 2027 Ökostrom liegt brutto bei 32,64 Cent pro kWh und 15,77 Euro Grundpreis pro Monat. Positiv ist die eingeschränkte Preisgarantie bis 31.12.2027. Man muss aber genau lesen, was diese Garantie nicht umfasst, denn Netzentgelte, Steuern, Abgaben und sonstige hoheitliche Belastungen können trotzdem Einfluss auf den Endpreis haben.

AllgäuStrom Flex ist ein dynamischer Tarif. Der Anbieter beschreibt ihn ausdrücklich als Produkt für Kunden, die von stündlich schwankenden Börsenpreisen profitieren wollen. Voraussetzung ist ein Smart Meter. Wer seinen Verbrauch aktiv steuern kann, etwa mit E-Auto, Speicher oder flexiblen Haushaltslasten, kann davon profitieren. Wer Stabilität will, ist hier falsch.

Ökostrom-Ausrichtung

Das Unternehmen positioniert sich klar in Richtung Energiewende. Nach eigener Darstellung setzt das E-Werk Hindelang auf erneuerbare Energien und will seinen Beitrag zum weiteren Ausbau regenerativer Erzeugung leisten. Besonders relevant ist die Aussage, dass über 60 Prozent der verkauften Strommenge im eigenen Versorgungsgebiet regenerativ erzeugt werden und davon rund 40 Prozent aus eigenen oder Beteiligungskraftwerken stammen.

Mit AllgäuStrom 100% bietet der Anbieter ein Produkt an, das laut eigener Beschreibung 100 Prozent lokal und nachhaltig erzeugte Energie aus dem Allgäu bündelt. Genannt werden dabei Wasserkraft, Biomasse, Photovoltaik und Windkraft. In der Stromkennzeichnung unterscheidet der Anbieter außerdem zwischen Standard-Strom-Produkten und 100 Prozent Ökostrom-Produkten.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Marketing und Tarifrealität: Der Standardtarif ist nicht automatisch dasselbe wie ein 100 Prozent Ökostromtarif. Laut Preisblatt und Produktbeschreibung ist AllgäuStrom Basis ein Standard-Strom-Mix, bei dem 100 Prozent Ökostrom nur auf Wunsch beziehungsweise über ein spezielles Produkt abgebildet wird. Wer also ausdrücklich sauberen Strom will, darf nicht blind zum Basistarif greifen und dann überrascht sein.

Stromangebote

Für Haushaltskunden sind mehrere Wege vorhanden. Die Grund- und Ersatzversorgung deckt den gesetzlichen Basisfall ab. AllgäuStrom Basis richtet sich an Kunden, die einen klassischen Sondertarif mit planbarer Struktur suchen. AllgäuStrom 100% ist für Kunden gedacht, die gezielt einen lokal und nachhaltig ausgerichteten Tarif wollen. AllgäuStrom Garant richtet sich an Kunden, die längere Preissicherheit wollen. AllgäuStrom Flex ist das Angebot für aktive Stromnutzer mit Smart Meter und Bereitschaft, Preisrisiken mitzutragen.

Daneben gibt es einen gesonderten Wärmepumpen- und Speicherheizungstarif mit HT- und NT-Struktur. Das ist für Bestandsanlagen und bestimmte technische Konstellationen relevant. Außerdem weist der Anbieter auf separate Gewerbekundenangebote hin, insbesondere für einen Jahresverbrauch von über 30.000 kWh. Damit ist das Portfolio für einen regionalen Versorger ordentlich breit aufgestellt.

Zusätzlich bietet das Unternehmen typische Infrastruktur- und Servicethemen wie An- und Abmeldung, Netzanschluss, Einspeiseanlagen, Marktkommunikation, Messstellenbetrieb und Beratung. Das ist kein Nebendetail, sondern zeigt, dass der Anbieter in seiner Region tief in die Energieversorgung eingebunden ist.

Regionale Rolle

Die regionale Rolle ist eine der stärksten Seiten dieses Unternehmens. Das E-Werk Hindelang versorgt das Gemeindegebiet Bad Hindelang mit den Ortsteilen Liebenstein, Groß, Reckenberg, Vorderhindelang, Bad Hindelang, Gailenberg, Bad Oberdorf, Hinterstein und Oberjoch. Ausgenommen sind nur Bruck und Unterjoch. Dazu kommt die Rolle als Grundversorger in diesem Gebiet.

Das Versorgungsgebiet ist technisch anspruchsvoll. Das Unternehmen beschreibt eine Fläche von rund 100 Quadratkilometern mit deutlichen Höhenunterschieden. Genau das ist der Punkt: Hier verkauft niemand nur Strom auf dem Papier, sondern betreibt in einem alpinen Raum reale Infrastruktur. Das macht regionale Nähe glaubwürdig und nicht bloß werblich.

Hinzu kommt die Verankerung in der Region durch Sponsoring, Jugendförderung, Kulturförderung und die lange Geschichte im Ostrachtal. Wenn man einen Anbieter danach bewertet, ob er in seiner Region tatsächlich eine Rolle spielt, dann ist das hier offensichtlich der Fall.

Was positiv auffällt

Positiv fällt zuerst die echte regionale Substanz auf. Das Unternehmen hat Genossenschaftsstruktur, lokale Mitglieder, eine lange Geschichte und ein klar abgegrenztes Versorgungsgebiet. Dazu kommen eigene beziehungsweise beteiligte Erzeugungsanlagen und ein sichtbarer Netzbezug. Das ist deutlich glaubwürdiger als bei vielen Marken, die nur Tarifhüllen verkaufen.

Ebenso positiv ist die transparente Produkttrennung. Es gibt nicht nur einen allgemeinen Tarif, sondern klar unterscheidbare Angebote für Standardversorgung, 100 Prozent Ökostrom, Preisgarantie, dynamische Beschaffung und Wärmestrom. Für Verbraucher ist das besser als verwässerte Mischbotschaften.

Auch der Kundenkontakt wirkt für einen Regionalversorger ordentlich: vollständige Kontaktangaben, konkrete Ansprechpartner, nachvollziehbare Öffnungszeiten und zusätzliche regionale Serviceleistungen. Wer Wert auf Erreichbarkeit und kurze Wege legt, bekommt hier mehr Substanz als bei reinen Onlineanbietern.

Was man kritisch prüfen sollte

Erster Kritikpunkt: Die Vorstandsangaben auf der Website sind nicht überall konsistent. Im Impressum stehen andere Namen als auf der Unternehmensseite. Das ist kein Weltuntergang, aber für einen Energieversorger auch kein sauberer Auftritt. Solche Stammdaten sollten überall identisch sein. Wer die Angaben für Presse, Geschäftsanbahnung oder rechtliche Dokumente braucht, sollte sie direkt bestätigen lassen.

Zweiter Punkt: Wer automatisch davon ausgeht, dass jeder Tarif dort Ökostrom ist, liegt falsch. Der Basistarif ist laut Anbieter ein Standard-Strom-Mix. Wer 100 Prozent Ökostrom will, sollte gezielt AllgäuStrom 100% oder einen entsprechend gekennzeichneten Tarif wählen und nicht blind den erstbesten Vertrag unterschreiben.

Dritter Punkt: Die Preisgarantie im Garant-Tarif ist eingeschränkt. Das bedeutet in der Praxis, dass nicht jede Preisveränderung ausgeschlossen ist. Gerade Netzentgelte, Abgaben, Steuern und hoheitliche Belastungen bleiben ein Risikofaktor. Wer mit dem Wort Preisgarantie wirbt, muss auch gelesen werden, nicht nur geglaubt.

Vierter Punkt: Der Flex-Tarif ist nichts für passive Kunden. Ohne Smart Meter funktioniert er nicht sinnvoll, und ohne Lastverschiebung frisst einen das Börsenpreisrisiko eher auf, als dass man spart. Wer weder Technik noch Disziplin für aktives Strommanagement hat, sollte diesen Tarif nicht aus Bequemlichkeit wählen.

Fazit

Elektrizitätswerk Hindelang eG ist ein ernstzunehmender regionaler Stromversorger mit echter Infrastruktur, klarer lokaler Verantwortung und glaubwürdiger Erneuerbaren-Ausrichtung. Für Kunden in und um Bad Hindelang ist das ein Anbieter mit Substanz, nicht bloß mit Marketing. Besonders stark ist das Unternehmen dort, wo regionale Nähe, Service, lokale Erzeugung und Verankerung im Netzgebiet wichtig sind.

Wer nur den billigsten Preis im bundesweiten Vergleich sucht, sollte trotzdem hart vergleichen und nicht romantisch werden. Regionalität ist kein Freifahrtschein für jeden Tarif. Wer gezielt 100 Prozent Ökostrom will, sollte den passenden Tarif wählen. Wer Preisstabilität will, muss die eingeschränkte Preisgarantie genau lesen. Wer maximale Flexibilität sucht, kann sich den dynamischen Tarif ansehen, aber nur mit passender Technik und echtem Nutzungsverhalten.

Unterm Strich wirkt der Anbieter solide, regional stark und für sein Versorgungsgebiet relevant. Die Idee ist gut. Blind vertrauen wäre trotzdem dumm. Tarifwahl und Vertragsdetails müssen wie immer sauber geprüft werden.

Stand: 31.03.2026

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