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Cramer Mühle KG
Maininsel 3
97424 Schweinfurt
Cramer Mühle KG mit Sitz in Maininsel 3, 97424 Schweinfurt, gehört zu den in Deutschland aktiven Stromanbietern. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur Adresse und weitere Angaben zum Unternehmen.
Die Cramer-Mühle GmbH & Co. KG ist kein klassischer Vollsortimenter für Energie, sondern zuerst ein traditionsreiches Mühlenunternehmen mit zusätzlichem regionalem Stromgeschäft. Genau das ist die saubere Einordnung. Wer hier einen Energieanbieter erwartet, der wie ein großer Stadtwerke-Konzern aufgestellt ist, liegt daneben.
Unterm Strich ist die Cramer-Mühle ein regional geprägter Stromanbieter mit klarer Herkunft, eigener Wasserkraft, überschaubarer Tarifwelt und sichtbarem Fokus auf Schweinfurt und vor allem Sennfeld. Wer einen lokalen Anbieter mit nachvollziehbarer Erzeugungsbasis sucht, kann das ernsthaft prüfen. Wer maximale Produktbreite, Hochglanz-App-Ökosysteme oder bundesweiten Vollservice erwartet, ist hier falsch.
Name: Cramer-Mühle GmbH & Co. KG
Sitz / Anschrift: Maininsel 3, 97424 Schweinfurt
Telefon Unternehmen: +49 (0)9721 / 64633-0
Telefon Energieversorgung: +49 (0)9721 / 64633-30
Notdienst: +49 (0)9721 / 64633-33
E-Mail Unternehmen: info@cramermuehle.de
E-Mail Energieversorgung: strom@cramermuehle.de
Rechtsform: Kommanditgesellschaft
Registergericht: Schweinfurt
Registernummer: HRA 0466
Persönlich haftende Gesellschafterin: Cramer-Verwaltung-GmbH
Geschäftsführer: Philipp Cramer
Umsatzsteuer-ID: DE 133 881 372
Die Cramer-Mühle ist kein typischer Energievertrieb, sondern ein inhabergeführtes, mittelständisches Familienunternehmen mit langer Geschichte. Laut Eigendarstellung steht das Unternehmen seit 1806 für Mühlenprodukte und liefert daneben als Energieversorgungsunternehmen in Schweinfurt und vor allem Sennfeld ökologischen Strom.
Das ist ein echter Unterschied zu vielen reinen Strommarken. Hier steckt keine künstliche Vertriebsfassade dahinter, sondern ein gewachsener Betrieb, bei dem Strom nur ein Teil des Gesamtunternehmens ist.
Im Energiesegment konzentriert sich die Cramer-Mühle klar auf Strom. Sichtbar sind Privatkundentarife, Heizungstarife, Geschäftskundentarife, Grund- und Ersatzversorgung, ein Sondertarif Wasserkraft sowie ein Sondertarif E-Mobilität.
Das ist ordentlich, aber eben kein riesiger Baukasten. Gas spielt öffentlich nicht als eigenes Produktfeld die Hauptrolle. Wer einen breit aufgestellten Multi-Utility-Anbieter sucht, wird hier deutlich weniger finden als bei großen Regionalversorgern.
Der stärkste Punkt des Unternehmens ist die nachvollziehbare Erzeugungsbasis. Auf der Stromseite erklärt die Cramer-Mühle, dass sie Strom aus Wasserkraft erzeugt. Dafür nutzt sie das natürliche Gefälle zwischen Main und Saumain, über das zwei Turbinen betrieben werden.
Das ist mehr als bloßes grünes Marketing. Hier gibt es eine sichtbare physische Erzeugungslogik im eigenen Unternehmen. Genau das schafft mehr Glaubwürdigkeit als bei vielen Anbietern, die nur mit Zertifikaten arbeiten und sonst wenig Greifbares vorweisen.
Beim Strom ist die grüne Positionierung klar, aber nicht pauschal für jeden Tarif identisch. Auf der allgemeinen Stromseite wird mit 100 % CO2-freiem Strom aus Wasserkraft argumentiert. Zusätzlich gibt es mit „Sennfeld Wasserkraft“ ein ausdrücklich als regenerativ beschriebenes Produkt aus den eigenen Wasserkraftwerken der Cramer-Mühle.
Die veröffentlichte Stromkennzeichnung 2024 zeigt zugleich, dass man sauber trennen muss. Der Produktmix Ökostrom wird dort mit 100 % erneuerbaren Energien ausgewiesen, während der allgemeine Energieträgermix des Unternehmens nicht identisch damit ist. Wer also pauschal alles unter Cramer-Mühle als gleich grünen Strom bewertet, arbeitet unsauber.
Ein Pluspunkt ist die offene Dokumentation. Die Cramer-Mühle veröffentlicht Stromkennzeichnung, Netznutzungsentgelte, Kontaktdatenblätter, Informationen nach Messstellenbetriebsgesetz und weitere regulatorische Unterlagen direkt auf der Website.
Das ist für einen kleineren regionalen Anbieter ein gutes Zeichen. Transparenz ersetzt keinen Tarifvergleich, aber sie zeigt, dass das Unternehmen seine energiewirtschaftliche Rolle nicht versteckt.
Die Tarifwelt ist klar regional und vergleichsweise bodenständig aufgebaut. Bei den Privatkundentarifen ab 01.03.2026 werden unter anderem Sennfeld Familie, Sennfeld Privat und Sennfeld Plus ausgewiesen. Dazu kommen gesonderte Preisblätter für Heizung, Wasserkraft und E-Mobilität.
Das ist grundsätzlich sinnvoll. Es gibt also nicht nur einen Standardtarif, sondern Modelle für kleinere und größere Haushalte, für Doppeltarifzähler, für Heizung und für E-Auto-Laden zu Hause. Gleichzeitig gilt auch hier: Wer nur nach dem Namen auswählt, statt Tariflogik und Preisblatt zu prüfen, macht es sich zu leicht.
Besonders interessant ist der Sondertarif „Sennfeld Wasserkraft“. Laut Produktblatt stammt dieser Strom direkt aus den Wasserkraftwerken der Cramer-Mühle, ist zu 100 % frei von klimaschädlichen CO2-Emissionen und ausdrücklich als regionales Produkt „aus der Region – für die Region“ aufgebaut.
Dazu kommt ein klarer Finanzierungsaspekt: Von jeder verbrauchten Kilowattstunde fließt laut Produktblatt 1 Cent brutto direkt in den Erhalt und Ausbau der Stromgewinnung aus Wasserkraft in der Cramer-Mühle. Das ist kein Wunderprodukt, aber ein sauber kommunizierter regionaler Mehrwert.
Die Cramer-Mühle denkt über normalen Haushaltsstrom hinaus. Im Preisblatt 2026 sind Heizungs-Tarife für gemeinsame Messung, Speicherheizung sowie Direktheizung mit Wärmepumpe ausgewiesen. Zusätzlich gibt es einen eigenen Tarif „Sennfeld Mobil“ für E-Mobilität.
Das ist ein echter Pluspunkt, weil viele kleine Anbieter zwar über moderne Energiewelten reden, am Ende aber nur normalen Haushaltsstrom verkaufen. Hier sind zumindest spezielle Anwendungsfälle sichtbar vorgesehen.
Die AGB für Privatkunden-Strom zeigen eine klassische, eher bodenständige Vertragslogik. Es gibt monatliche Abschlagszahlungen, die Jahresabrechnung erfolgt grundsätzlich zum Ende des Abrechnungsjahres, und als Zahlungsweisen sind Bankeinzug oder Überweisung vorgesehen.
Die Kündigung ist ebenfalls klar geregelt: Der Stromliefervertrag kann mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende gekündigt werden. Bei Umzug gilt eine zweiwöchige Frist zum Monatsende. Das ist nachvollziehbar und weder übermäßig kundenfeindlich noch besonders spektakulär.
Beim Service ist die Cramer-Mühle für einen kleinen regionalen Anbieter ordentlich aufgestellt. Es gibt direkten telefonischen Kontakt, E-Mail, einen Notdienst für die Energieversorgung und klar veröffentlichte Kontaktwege für Stromkunden.
Die Struktur wirkt eher persönlich und bodenständig als maximal digitalisiert. Wer Kundennähe und direkte Erreichbarkeit schätzt, wird das eher positiv sehen. Wer eine große Self-Service-Welt mit App und modernem Frontend erwartet, bekommt hier eher Handwerk als Hochglanz.
Positiv ist zuerst die echte Erzeugungsbasis. Eigene Wasserkraft ist deutlich glaubwürdiger als bloße grüne Werbesprache.
Zweitens ist die regionale Verankerung klar. Schweinfurt und besonders Sennfeld sind nicht nur Marketingkulisse, sondern sichtbarer Kern des Angebots.
Drittens ist die Tarifwelt schlank und nachvollziehbar. Privatkunden-, Heizungs-, Wasserkraft- und E-Mobilitätsprodukte sind öffentlich dokumentiert und nicht unnötig verkünstelt.
Viertens wirkt die Transparenz ordentlich. Stromkennzeichnung, AGB, Preisblätter und regulatorische Unterlagen sind offen veröffentlicht.
Der größte Schwachpunkt ist die begrenzte Produktbreite. Wer einen großen Energieanbieter mit Gas, Wasser, Wärme, App, Portal-Ökosystem und kompletter Rundumwelt sucht, findet hier eher einen spezialisierten regionalen Stromanbieter mit Mühlen-Hintergrund.
Zweiter Punkt: Die allgemeine Außendarstellung kann leicht romantisiert werden. Mühle, Wasserkraft und Regionalität klingen sympathisch, machen den Tarif aber nicht automatisch günstig oder optimal.
Dritter Punkt: Beim Thema Ökostrom muss sauber getrennt werden. Das Ökostromprodukt ist klar grün, der allgemeine Unternehmensmix laut Stromkennzeichnung aber nicht identisch damit. Wer das vermischt, bewertet schlampig.
Vierter Punkt: Die Service- und Prozesswelt wirkt solide, aber nicht maximal modern. Wer eine komplett durchdigitalisierte Energieplattform erwartet, ist hier an der falschen Adresse.
Die Cramer-Mühle GmbH & Co. KG ist ein regional ernst zu nehmender Stromanbieter mit ungewöhnlich greifbarer Erzeugungsbasis, klarer Wasserkraft-Story und bodenständiger Tarifwelt. Für Kunden, die mehr wollen als irgendeinen anonymen Standardtarif und regionalen Bezug ernst meinen, ist das eine vernünftige Adresse.
Man sollte das Unternehmen aber nicht romantisieren. Auch hier entscheidet am Ende der konkrete Tarif und nicht das gute Gefühl. Wer sauber vergleicht, kann bei der Cramer-Mühle gut landen. Wer sich nur von Regionalität und Wasserkraft tragen lässt, prüft zu oberflächlich.
Stand 31.03.2026
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